Mercedes-Werk Bremen: FDP fordert Bovenschulte zum Handeln auf

Nach Warnungen vor möglichen Werksschließungen verlangt die Bremer FDP Gespräche mit Mercedes und bessere Standortbedingungen.

Wirtschaft 22. September 2026, 12:15 Uhr 1 Min. Lesezeit 3 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Andreas Bovenschulte (Archivfoto)
Andreas Bovenschulte (Archivfoto) | Foto: Superbass / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die Bremer FDP-Fraktion fordert Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) auf, sich bei Mercedes-Benz für den Erhalt des Bremer Werks einzusetzen. Anlass sind Äußerungen des Konzerns zu möglichen Werksschließungen in Deutschland. Eine Entscheidung gegen den Standort Bremen ist bislang nicht bekannt.

FDP-Fraktionschef Thore Schäck warnt dennoch vor erheblichen Folgen für die Beschäftigten, ihre Familien und die Zulieferbetriebe. Im Bremer Mercedes-Werk arbeiten rund 11.000 Menschen. Der Standort gehört zu den drei deutschen Montagewerken des Autobauers.

Investitionen und Modelle

Nach Ansicht Schäcks muss die Konzernführung darlegen, welche Investitionen und künftigen Fahrzeugmodelle den Standort sichern könnten. Zudem solle Mercedes benennen, welche Voraussetzungen dafür aus Sicht des Unternehmens fehlen. Die Verantwortung dürfe nicht allein auf die Belegschaft übertragen werden.

Von Bovenschulte verlangt die FDP direkte Gespräche mit der Konzernspitze und bessere Bedingungen für weitere Investitionen in Bremen. Schäck nennt dabei verfügbare Gewerbeflächen und schnellere Genehmigungsverfahren. Auf Bundesebene fordert er niedrigere Belastungen für Unternehmen sowie bezahlbare Energie.

Senat sagt Unterstützung zu

Bovenschulte hatte die Mercedes-Konzernleitung bereits am 17. September bei Betriebsversammlungen aufgefordert, langfristige Konzepte für den Pkw-Bau in Deutschland und in Bremen vorzulegen. Kostensenkungen dürften aus seiner Sicht nicht hauptsächlich zulasten der Beschäftigten gehen. Zugleich sagte er dem Werk und seiner Belegschaft die Unterstützung des Senats zu.

Konkrete Beschlüsse über die Zukunft einzelner deutscher Werke liegen weiterhin nicht vor. Wegen der Größe des Bremer Standorts hätten Einschnitte dort jedoch weitreichende wirtschaftliche Folgen.

Originalquelle

FDP-Fraktion Bremen

Teilen

Kommentare

Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.

Den ersten Kommentar schreiben

Mit dem Absenden werden Name, Kommentar und Zeitpunkt öffentlich angezeigt. E-Mail-Adresse und IP-Adresse bleiben intern; die IP-Adresse wird nach 30 Tagen gelöscht.

Verwandte Artikel

Impressum · Datenschutz