Mercedes-Werk Bremen: FDP fordert Bovenschulte zum Handeln auf
Nach Warnungen vor möglichen Werksschließungen verlangt die Bremer FDP Gespräche mit Mercedes und bessere Standortbedingungen.
Die Bremer FDP-Fraktion fordert Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) auf, sich bei Mercedes-Benz für den Erhalt des Bremer Werks einzusetzen. Anlass sind Äußerungen des Konzerns zu möglichen Werksschließungen in Deutschland. Eine Entscheidung gegen den Standort Bremen ist bislang nicht bekannt.
FDP-Fraktionschef Thore Schäck warnt dennoch vor erheblichen Folgen für die Beschäftigten, ihre Familien und die Zulieferbetriebe. Im Bremer Mercedes-Werk arbeiten rund 11.000 Menschen. Der Standort gehört zu den drei deutschen Montagewerken des Autobauers.
Investitionen und Modelle
Nach Ansicht Schäcks muss die Konzernführung darlegen, welche Investitionen und künftigen Fahrzeugmodelle den Standort sichern könnten. Zudem solle Mercedes benennen, welche Voraussetzungen dafür aus Sicht des Unternehmens fehlen. Die Verantwortung dürfe nicht allein auf die Belegschaft übertragen werden.
Von Bovenschulte verlangt die FDP direkte Gespräche mit der Konzernspitze und bessere Bedingungen für weitere Investitionen in Bremen. Schäck nennt dabei verfügbare Gewerbeflächen und schnellere Genehmigungsverfahren. Auf Bundesebene fordert er niedrigere Belastungen für Unternehmen sowie bezahlbare Energie.
Senat sagt Unterstützung zu
Bovenschulte hatte die Mercedes-Konzernleitung bereits am 17. September bei Betriebsversammlungen aufgefordert, langfristige Konzepte für den Pkw-Bau in Deutschland und in Bremen vorzulegen. Kostensenkungen dürften aus seiner Sicht nicht hauptsächlich zulasten der Beschäftigten gehen. Zugleich sagte er dem Werk und seiner Belegschaft die Unterstützung des Senats zu.
Konkrete Beschlüsse über die Zukunft einzelner deutscher Werke liegen weiterhin nicht vor. Wegen der Größe des Bremer Standorts hätten Einschnitte dort jedoch weitreichende wirtschaftliche Folgen.
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FDP-Fraktion BremenKommentare
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