Bovenschulte fordert Investitionen in Bremer Stahlwerk
Nach abgesagten Investitionen verlangt Bremens Bürgermeister vom Arcelor-Mittal-Konzern ein Bekenntnis zum Standort und seinen rund 3.000 Beschäftigten.
Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte hat den Arcelor-Mittal-Konzern aufgefordert, Verantwortung für das Bremer Stahlwerk zu übernehmen. Bei drei Betriebsversammlungen der IG Metall am Mittwoch, 30. September, bekannte er sich zur Stahlproduktion am Standort. Die Absage von Investitionen durch die Konzernleitung löse sowohl in der Belegschaft als auch in der Bremer Politik Sorgen aus.
Nach Angaben des Bürgermeisters arbeiten rund 3.000 Menschen direkt im Werk. Etwa 5.000 weitere Beschäftigte seien bei Zulieferern und Dienstleistern tätig. Bovenschulte kündigte an, sich für den Erhalt der Produktion und der damit verbundenen Arbeitsplätze einzusetzen.
Konzern in der Pflicht
Die schwierigen Bedingungen für die europäische Stahlindustrie dürften aus Sicht des Bürgermeisters nicht dazu führen, dass sich das Unternehmen seiner Verantwortung entziehe. Bremen verfüge über einen starken Standort und eine erfahrene Belegschaft. Der Senat werde deshalb ein klares Engagement des Konzerns einfordern.
Bei künftigen Entscheidungen müssten nach Bovenschultes Auffassung die Beschäftigten, der Betriebsrat und die IG Metall beteiligt werden. Ihr Wissen sei für die weitere Entwicklung des Werks entscheidend.
Energiepreise als Standortfrage
Zugleich verlangte Bovenschulte bessere politische Rahmenbedingungen für energieintensive Unternehmen. Ein wettbewerbsfähiger Industriestrompreis sei für die Stahlbranche notwendig. Das gelte besonders mit Blick auf die geplante Elektrifizierung und eine klimaneutrale Produktion.
Auch Strom und künftig Wasserstoff müssten zu Preisen verfügbar sein, die im internationalen Wettbewerb bestehen könnten. Das Stahlwerk gehört nach Angaben des Bürgermeisters seit mehr als 100 Jahren zum Industriestandort Bremen.
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Senatspressestelle BremenKommentare
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