Bremer Stahlwerk stützt bundesweit mehr als 12.000 Vollzeitstellen

Die Beschäftigung in Bremens Metallindustrie ist seit 2015 gestiegen. Eine Studie warnt dennoch vor Risiken durch Stahlkrise und Umbau der Produktion.

Panorama 09. Oktober 2026, 00:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
ArcelorMittal Bremen (Archivfoto)
ArcelorMittal Bremen (Archivfoto) | Foto: Wikimedia Commons, gemeinfrei

Das Bremer Stahlwerk bleibt trotz der Krise der Branche ein bedeutender Beschäftigungsfaktor. Einer Studie im Auftrag der Arbeitnehmerkammer Bremen zufolge waren dem Werk 2025 bundesweit insgesamt 12.382 Vollzeitstellen zuzurechnen. Darin enthalten sind direkte Arbeitsplätze sowie Beschäftigung, die durch die Nachfrage des Unternehmens und seiner Belegschaft entsteht.

Am Standort selbst gab es demnach umgerechnet 3.385 Vollzeitstellen. Eingerechnet wurden auch Beschäftigte, deren Tätigkeiten zwischenzeitlich in eigenständige Firmen ausgelagert wurden. Gegenüber 2015 entspricht das einem Zuwachs von 175 Stellen.

Gegen den Bundestrend

Auch die Metallindustrie im Land Bremen entwickelte sich besser als im Bundesdurchschnitt. Ihre Beschäftigtenzahl nahm zwischen 2015 und 2025 um etwa vier Prozent zu. Deutschlandweit sank sie im selben Zeitraum laut Studie um 18 Prozent.

Der bundesweite Beschäftigungseffekt des Bremer Werks fiel allerdings um 35 Prozent geringer aus als 2015. Als wesentlichen Grund nennt die Untersuchung eine teilweise Verlagerung der Nachfrage des Konzerns ins Ausland. Die Arbeitnehmerkammer fordert deshalb eine aktive Industriepolitik und einen zügigen Umbau hin zu einer klimaneutralen Stahlproduktion.

Hohe Auslastung in Bremen

Die Bremer Hütte produziert knapp ein Zehntel des deutschen Rohstahls. Insgesamt wurden 2025 in Deutschland mehr als 30 Millionen Tonnen hergestellt. Der Anteil des Bremer Standorts an der nationalen Produktion ist nach Angaben der Arbeitnehmerkammer in den vergangenen Jahren gestiegen. Zudem liege seine Auslastung deutlich über dem Durchschnitt der Stahlindustrie.

Die Branche steht zugleich unter erheblichem Druck. Die weltweite Nachfrage stagniert, internationale Konkurrenz und Überkapazitäten nehmen zu. Hinzu kommen die notwendigen Investitionen zur deutlichen Senkung der CO2-Emissionen. Die Arbeitnehmerkammer sieht den Einstieg in eine klimaneutrale Produktion als Voraussetzung dafür, die Industriearbeitsplätze langfristig zu sichern.

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