ADAC fordert volle Weitergabe des neuen Tankrabatts
Die Energiesteuer auf Kraftstoffe soll vorübergehend sinken. Der ADAC verlangt, dass die Entlastung vollständig bei Autofahrern ankommt.
Der ADAC fordert die Mineralölwirtschaft auf, die geplante Senkung der Energiesteuer vollständig an Autofahrerinnen und Autofahrer weiterzugeben. Nach den bisherigen Plänen sollen die Kraftstoffpreise dadurch um 17 Cent je Liter sinken. Besonders Pendler, die auf das Auto angewiesen sind, sollen entlastet werden.
Der Verkehrsclub verweist auf die Erfahrungen mit dem früheren Tankrabatt. Dieses Mal müsse zuverlässiger gewährleistet werden, dass die Steuersenkung tatsächlich an den Zapfsäulen ankomme. Die Kraftstoffpreise blieben trotz der Maßnahme hoch.
Mitwirkung an Preisdeckel
Bei den Vorbereitungen für einen möglichen Spritpreisdeckel will der ADAC beteiligt werden. Damit solle die Sicht der Verbraucher berücksichtigt werden. Grundsätzlich hält der Club auch direkte Zahlungen für ein geeignetes Instrument. Die Bundesregierung müsse dafür Voraussetzungen schaffen, um je nach Lage unterschiedliche Entlastungswege nutzen zu können.
Direkte Hilfen könnten nach Einschätzung des ADAC gezielter eingesetzt und bei Bedarf länger an besonders stark betroffene Menschen gezahlt werden. Der Club legt sich in seiner Stellungnahme jedoch nicht auf ein einziges Modell fest.
Alternative Kraftstoffe gefordert
Darüber hinaus verlangt der ADAC von Bund und Europäischer Union, alternative Kraftstoffe stärker zu fördern und besser verfügbar zu machen. Damit solle die Mobilität weniger abhängig vom weltweiten Ölpreis werden. Zugleich könne eine breitere Kraftstoffversorgung die Versorgungssicherheit erhöhen.
Auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hatte die geplante Entlastung begrüßt. Er fordert zusätzlich eine Übergewinnsteuer für Ölkonzerne, um die Unternehmen an den Kosten zu beteiligen. Autofahrern empfiehlt der ADAC unabhängig vom Tankrabatt weiterhin eine sparsame Fahrweise.
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