Zweifel an Kapazität des Parkhauses am Klinikum Bremen-Mitte
950 Stellplätze sind am Klinikum Bremen-Mitte geplant. Die FDP fragt, ob die Kapazität für Beschäftigte, Patienten und das neue Quartier genügt.
Die Bremer FDP stellt die geplante Größe des neuen Parkhauses am Klinikum Bremen-Mitte infrage. Vorgesehen sind 950 Stellplätze. Etwa ein Viertel davon soll jedoch für Bewohnerinnen und Bewohner des Neuen Hulsberg-Viertels reserviert werden. Die Fraktion will deshalb vom Senat wissen, ob die verbleibende Kapazität für den Klinikbetrieb ausreicht.
Nach Fertigstellung des Parkhauses sollen am Standort keine weiteren gesonderten Mitarbeiterparkplätze zur Verfügung stehen. Zugleich weisen verschiedene Erhebungen zum Arbeitsweg der Beschäftigten unterschiedliche Werte aus.
Abweichende Pendlerzahlen
Eine Mobilitätsbefragung von 2021 ergab laut einer früheren Senatsantwort, dass rund 38 Prozent der damals 2.645 Beschäftigten regelmäßig mit dem Auto zum Klinikum fuhren. Das entsprach etwa 1.000 Personen. In einer neueren Befragung unter 1.440 Mitarbeitenden gaben dagegen 60 Prozent an, den Pkw ausschließlich oder überwiegend zu nutzen.
Ein aktualisiertes Verkehrsgutachten vom Dezember 2025 rechnet nach dem Bau des Parkhauses und der Standortkonzentration zu Spitzenzeiten mit einem Bedarf von etwa 540 Stellplätzen für Beschäftigte. Weitere rund 90 Plätze werden demnach für Auszubildende und Beschäftigte der Bildungsakademie benötigt.
Wenig rechnerischer Spielraum
Werden ungefähr 25 Prozent der 950 Plätze für das Quartier zurückgehalten, bleiben rechnerisch rund 712 Stellplätze für das Klinikum. Nach Abzug des prognostizierten Bedarfs von insgesamt 630 Plätzen für Beschäftigte, Auszubildende und Akademiepersonal wären noch etwa 82 Plätze verfügbar. Angaben zum Bedarf von Patientinnen, Patienten und Besuchern enthält die vorliegende Mitteilung nicht.
Die FDP hat die offenen Punkte in einer Kleinen Anfrage an den Senat gebündelt. Eine Antwort des Senats liegt in der Meldung noch nicht vor.
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