Warnstreik legt Arbeit in Bremer Häfen zeitweise lahm
Hafenarbeiter streiken in Bremen, Bremerhaven und vier weiteren deutschen Seehäfen. Der Umschlag und die Abfertigung von Schiffen können sich verzögern.
Hafenarbeiter haben in Bremen und Bremerhaven ihre Arbeit im Tarifkonflikt der deutschen Seehäfen niedergelegt. Die Warnstreiks können bis zu 24 Stunden dauern. Einschränkungen beim Warenumschlag, bei der Schiffsabfertigung und bei anschließenden Transporten sind möglich.
Parallel wird in Hamburg, Wilhelmshaven, Emden und Brake gestreikt. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi begann der Ausstand in Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven bereits am Montagabend. In Bremen sowie den übrigen Häfen traten Beschäftigte am Dienstagmorgen in den Warnstreik.
Sechs Häfen betroffen
In Bremerhaven sind nach früheren Angaben zum Arbeitskampf unter anderem Beschäftigte des Gesamthafenbetriebs und des BLG-Autoterminals betroffen. Wie stark die einzelnen Hafenbereiche beeinträchtigt werden, war zunächst offen.
In Hamburg kamen nach Schätzung einer Verdi-Sprecherin rund 2100 Hafenarbeiter zu einer Kundgebung zusammen. Die Zahl bezieht sich auf die Versammlung in Hamburg, nicht auf alle bestreikten Häfen.
Tarifverhandlungen unter Druck
Der Arbeitskampf steht im Zusammenhang mit den Tarifverhandlungen zwischen Verdi und dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe. Nach Angaben aus dem Tarifkonflikt geht es um die Einkommen von rund 11.000 Beschäftigten in den deutschen Seehäfen. Mit den zeitgleichen Arbeitsniederlegungen will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.
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