Uni Bremen wertet russische Einstufung als Einschüchterungsversuch
Russland führt die Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen als „unerwünschte Organisation“. Die Hochschulleitung spricht von einer doppelten Sanktionierung.
Die Universität Bremen bewertet die Einstufung ihrer Forschungsstelle Osteuropa durch die russische Justiz als Versuch der Einschüchterung. Russland hat die Einrichtung in der vergangenen Woche als „unerwünschte Organisation“ eingestuft.
Rektorin der Universität Bremen bezeichnete den Schritt als „doppelte Sanktionierung“. Weitere Einzelheiten zu ihrer Bewertung wurden in der vorliegenden Mitteilung nicht genannt.
Keine Gründe veröffentlicht
Das russische Justizministerium hatte die Forschungsstelle in seine Liste unerwünschter Organisationen aufgenommen. Eine Begründung für die Entscheidung wurde nicht veröffentlicht. Auch zu den konkreten Umständen der Aufnahme lagen zunächst keine weiteren Angaben vor.
Die Forschungsstelle Osteuropa gehört zur Universität Bremen. Die russische Justiz erweitert mit der Entscheidung ihre Liste von Organisationen, die sie als unerwünscht einstuft.
Einrichtung in Bremen betroffen
Die Universität weist die Bewertung aus Moskau zurück und sieht darin keinen rein formalen Vorgang. Aus Sicht der Hochschulleitung richtet sich die Maßnahme gegen die Forschungsstelle und ihre Arbeit zu Osteuropa.
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