Russland erklärt Bremer Osteuropa-Forschungsstelle für unerwünscht
Russland hat die Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen auf seine Liste „unerwünschter Organisationen“ gesetzt. Gründe nannte das Justizministerium nicht.
Das russische Justizministerium hat die Forschungsstelle Osteuropa der Universität Bremen als „unerwünschte Organisation“ eingestuft. Die Einrichtung wurde in die entsprechende russische Liste aufgenommen. Eine Begründung für die Entscheidung veröffentlichte das Ministerium nicht.
Betroffen ist die Forschungsstelle Osteuropa, nicht die Universität Bremen insgesamt. Sie beschäftigt sich wissenschaftlich mit politischen, gesellschaftlichen und historischen Entwicklungen in Osteuropa.
Kritik aus der Universität
Die Hochschulleitung wertet den Schritt als Einschüchterungsversuch. Die Rektorin der Universität Bremen bezeichnete die Einstufung als Ausdruck von Wissenschaftsfeindlichkeit. Zuvor hatte sie auch von einer doppelten Sanktionierung der Forschungsstelle gesprochen.
Russland erweitert mit der Entscheidung seine Liste von Organisationen, die es als unerwünscht einstuft. In den vergangenen Jahren waren wiederholt deutsche Institutionen und Einrichtungen auf diese Liste gesetzt worden. Zu den konkreten Umständen der Aufnahme der Bremer Forschungsstelle machte die russische Seite zunächst keine weiteren Angaben.
Keine Gründe aus Moskau
Welche unmittelbaren Folgen die Einstufung für die Arbeit der Forschungsstelle hat, geht aus den vorliegenden Informationen nicht hervor. Die Universität Bremen hat die Entscheidung öffentlich kritisiert und sieht darin einen Angriff auf wissenschaftliche Arbeit und internationale Forschung.
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N-tv.deKommentare
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