Totes Ehepaar in Vegesack: Nachbar wegen Mordes angeklagt
Ein junger Mann soll ein Ehepaar in Bremen-Vegesack getötet haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm heimtückischen Mord vor.
Nach dem gewaltsamen Tod eines Ehepaares in Bremen-Vegesack hat die Staatsanwaltschaft einen Nachbarn wegen Mordes angeklagt. Dem jungen Mann werden heimtückisches Handeln und Habgier zur Last gelegt. Ob es zum Prozess kommt, entscheidet nun das Landgericht Bremen.
Der Beschuldigte soll das Paar Ende Juni mit einer selbst hergestellten Stichwaffe angegriffen haben. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft tötete er zunächst die 35 Jahre alte Frau aus Habgier. Ihre Leiche wurde im Keller des Mehrfamilienhauses gefunden, in dem die Eheleute und der Verdächtige wohnten.
Zweite Tat zur Verdeckung
Anschließend soll der damals 22-Jährige den 40 Jahre alten Ehemann getötet haben, um die erste Tat zu verbergen. Der Mann starb an Stich- und Schnittverletzungen auf einem Gehweg nahe dem Wohnhaus.
Das zweijährige Kind des Paares befand sich während der Tat in der Wohnung. Es blieb unverletzt.
Festnahme in Schwanewede
Spezialkräfte fanden den Verdächtigen wenige Tage später mit lebensgefährlichen Verletzungen in einem Maisfeld im niedersächsischen Schwanewede. Er musste reanimiert werden und wurde zunächst in einer Klinik behandelt. Inzwischen befindet er sich in Untersuchungshaft.
Nach Angaben der Ermittler lagen zunächst keine Hinweise auf eine psychische Störung vor. Das Landgericht prüft im sogenannten Zwischenverfahren die Anklage. Dabei entscheidet es, ob sie zugelassen und ein Hauptverfahren eröffnet wird.
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