Steinmeier warnt in Bremen vor Angriffen auf die Demokratie

Beim Festakt zur Deutschen Einheit ruft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zum Widerstand gegen Extremismus, Manipulation und politische Hetze auf.

Panorama 03. Oktober 2026, 16:35 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Frank-Walter Steinmeier (Archivfoto)
Frank-Walter Steinmeier (Archivfoto) | Foto: Original: Steffen Prößdorf ; Derivative work: Nagae Iku / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat beim zentralen Festakt zum Tag der Deutschen Einheit in Bremen vor einer Gefährdung von Demokratie und gesellschaftlichem Zusammenhalt gewarnt. In seiner mehr als 50-minütigen Rede forderte er ein entschlossenes Vorgehen gegen extremistische Kräfte, Manipulation und Falschbehauptungen.

Vor rund 1.000 geladenen Gästen nahm Steinmeier zugleich Politik und Gesellschaft in die Pflicht. Die politisch Verantwortlichen müssten kritisch untersuchen, warum sich Menschen von der Demokratie abwendeten und extremistische Positionen Zustimmung erhielten. Bürgerinnen und Bürger rief er dazu auf, demokratische Werte gegen Angriffe zu verteidigen.

Erinnerung an 1989

Der Bundespräsident erinnerte an den Mut der Menschen, die 1989 in der DDR friedlich für Freiheit und politische Veränderungen eintraten. Die Wiedervereinigung von Ost- und Westdeutschland habe ein Jahr später eine tiefe Trennung überwunden. Zugleich machte Steinmeier deutlich, dass die staatliche Einheit allein keinen dauerhaften gesellschaftlichen Zusammenhalt garantiere.

Besonders scharf wandte er sich gegen politische Demagogie und eine Sprache, die auf Spaltung ziele. Extremistische Kräfte bedrohten Freiheit und Demokratie. Diesen Angriffen müsse die Gesellschaft gemeinsam entgegentreten. Seine Botschaft fasste Steinmeier mit dem Satz zusammen: „Wir sind stärker als die Niedertracht.“

Zentrale Feier in Bremen

Bremen richtet 2026 die bundesweiten Feierlichkeiten zum 36. Jahrestag der Deutschen Einheit aus. Sie stehen unter dem Motto „Viele Stärken ein Land“, das an das Zusammenspiel der vier Bremer Stadtmusikanten anknüpft. Für Steinmeier, dessen Amtszeit als Bundespräsident 2027 endet, könnte die Ansprache eine seiner letzten großen Reden bei einem zentralen Staatsakt gewesen sein.

Originalquelle

Süddeutsche Zeitung

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