Schiffskollision in Bremerhaven – neue Sturmflutwarnung
Ein Kreuzfahrtschiff ist im Sturm gegen zwei Frachter getrieben. Verletzt wurde niemand. Für Montagmittag gelten erneut Sturmflutwarnungen.
Ein Kreuzfahrtschiff ist am Sonntagabend beim Auslaufen aus Bremerhaven mit zwei festgemachten Containerschiffen kollidiert. Starker Wind und hoher Wellengang begleiteten den Unfall. Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt.
Das Kreuzfahrtschiff wollte gegen 17.30 Uhr mit Unterstützung von Schleppern vom Kreuzfahrt-Terminal in Richtung Kanaren starten. Auf Höhe der Stromkaje erfasste eine Böe das Schiff und drückte es gegen die beiden Frachter. Das Urlaubsschiff brach die Fahrt ab und kehrte zur Columbuskaje zurück.
Drei Auslaufverbote
Die Dienststelle Schiffssicherheit untersagte zunächst allen drei beteiligten Schiffen das Auslaufen. An einem der kleineren Containerschiffe wurde die Außenhaut auf mehreren Metern beschädigt. Wasser drang nach Angaben der Polizei jedoch in keines der Schiffe ein. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst nicht abschließend geklärt.
Die Wasserschutzpolizei nahm Ermittlungen zur Unfallursache auf. Neben dem Einfluss der Sturmböe soll geklärt werden, wie es trotz der Begleitung durch Schlepper zur Kollision kommen konnte.
Weitere Warnungen am Mittag
Die Sturmnacht verlief im Norden insgesamt vergleichsweise glimpflich. In Bremerhaven und Oldenburg mussten Einsatzkräfte unter anderem wegen umgestürzter Bäume ausrücken. Berichte über Verletzte oder schwere wetterbedingte Unfälle lagen zunächst nicht vor.
Entwarnung gibt es dennoch nicht. Für Montagmittag wurden weitere Sturmflutwarnungen herausgegeben. In Bremerhaven können dabei tiefliegende Hafenflächen, Strände und ungeschützte Gebiete vor den Deichen überflutet werden. Menschen in diesen Bereichen sollten die aktuellen Hinweise der Behörden beachten.
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