Sturm trifft Nordwesten: Überflutungsgefahr in Bremerhaven
Umgestürzte Bäume beschäftigen Einsatzkräfte in Bremerhaven und Oldenburg. An der Küste fallen Fähren aus, für Hafenflächen gilt eine Sturmflutwarnung.
Stürmisches Wetter hat am letzten Tag der Herbstferien in Bremen und Niedersachsen zu Feuerwehreinsätzen und Ausfällen im Fährverkehr geführt. In Bremerhaven und Oldenburg stürzten Bäume auf Straßen. Verletzte oder schwere wetterbedingte Unfälle waren zunächst nicht bekannt.
Für die Nacht zum Montag warnten die Behörden vor einer leichten Sturmflut. In Bremerhaven können Hafenflächen, Strände und ungeschützte Bereiche vor den Deichen überflutet werden. Entsprechende Hinweise galten auch für Emden, Wilhelmshaven, Cuxhaven, Norderney und Bensersiel.
Böen bis 110 km/h
Der Deutsche Wetterdienst rechnete an der Nordsee mit Sturmböen und teilweise orkanartigen Böen. Auf den Inseln waren Windgeschwindigkeiten bis zu 110 Kilometern pro Stunde möglich. Für das Binnenland wurden stürmische Böen oder Sturmböen aus Südwest bis West sowie zeitweise kräftige Gewitter vorhergesagt.
Auch in Leer blockierten umgestürzte Bäume Straßen. Im Landkreis Uelzen wurden mehrere Fahrzeuge durch herabstürzende Bäume beschädigt. Andernorts riss der Wind Schilder los.
Fährverkehr eingestellt
An der niedersächsischen Küste wurden zahlreiche Verbindungen zu den Ostfriesischen Inseln gestrichen. Betroffen waren unter anderem Norderney, Baltrum, Langeoog und Wangerooge. In Neßmersiel ließen Behörden einen Parkplatz vorsorglich räumen. Fahrzeuge sollten hinter den Deich gebracht werden.
Wegen möglicher Überflutungen sollten Autos auch an anderen Küstenorten nicht in gefährdeten Bereichen abgestellt werden. Auf Norderney können bei einer drohenden Sturmflut zudem Hochwasserschutztore geschlossen werden.
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