Schiffskollision in Bremerhaven: Drei Auslaufverbote verhängt
Eine Sturmböe drückte ein Kreuzfahrtschiff gegen zwei Frachter. Ein Containerschiff wurde auf mehreren Metern aufgerissen.
Nach der Kollision eines Kreuzfahrtschiffes mit zwei Containerschiffen in Bremerhaven dürfen alle drei beteiligten Schiffe vorerst nicht auslaufen. Die Dienststelle Schiffssicherheit verhängte entsprechende Verbote. Menschen wurden bei dem Unfall am Sonntagabend nicht verletzt. Auch Wasser drang nach Angaben der Polizei in keines der Schiffe ein.
Das Kreuzfahrtschiff wollte gegen 17.30 Uhr mit Unterstützung von Schleppern vom Kreuzfahrt-Terminal in Richtung Kanaren starten. Auf Höhe der Stromkaje erfasste eine Böe das Schiff. Es trieb daraufhin auf zwei dort festgemachte Containerschiffe zu.
Frachter aufgerissen
An dem kleineren Containerschiff entstand laut Polizei ein leichter Sachschaden. Das größere Schiff wurde erheblich beschädigt: Seine Backbordseite riss über mehrere Meter auf, zudem verformten sich Führungen für die Container. Die beschädigten Stellen lagen mehrere Meter oberhalb der Wasserlinie.
Auch das Kreuzfahrtschiff trug erhebliche Schäden davon. Betroffen sind mehrere Rettungsboote, die dazugehörigen Kräne und die Außenhaut. Nach dem Zusammenstoß brach das Schiff die geplante Reise ab und kehrte zum Kreuzfahrt-Terminal zurück.
Ermittlungen dauern an
Der Unfall ereignete sich bei stürmischem Wetter. Nach dem bisherigen Ermittlungsstand löste eine starke Böe das Abdriften des Kreuzfahrtschiffes aus. Die Wasserschutzpolizei untersucht nun den genauen Ablauf und die weiteren Umstände der Kollision. Angaben zur Höhe des Sachschadens machte die Polizei zunächst nicht.
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