Ryanair-Rückzug verschärft Krise am Flughafen Bremen

Ab Sommerflugplan 2027 fliegt Ryanair Bremen nicht mehr an. Der Flughafen verliert damit Verbindungen für zuletzt rund 400.000 Passagiere im Jahr.

Wirtschaft 07. Oktober 2026, 17:03 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Flughafen Bremen (Archivfoto)
Flughafen Bremen (Archivfoto) | Foto: Carsten Steger / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Ryanair stellt mit Beginn des Sommerflugplans 2027 sämtliche Verbindungen von und nach Bremen ein. Der vollständige Rückzug verschärft die wirtschaftlichen Probleme des Bremer Flughafens. Zuletzt nutzten rund 400.000 Passagiere pro Jahr die dortigen Angebote der irischen Fluggesellschaft.

Die Airline hatte der Bremer Wirtschaftsbehörde schriftlich mitgeteilt, dass sie ab April 2027 keine Flüge mehr am Standort anbieten werde. Verbindungen für diesen Zeitraum waren bereits zuvor auf der Internetseite des Unternehmens nicht mehr buchbar.

Gespräche ohne Einigung

Dem Aus gingen monatelange Verhandlungen über die wirtschaftlichen Bedingungen am Flughafen voraus. Die Beteiligten hatten seit September über Gebühren und mögliche Vergünstigungen gesprochen. Ryanair soll dabei deutlich bessere Konditionen verlangt haben.

Nach bisherigen Angaben hätten die Forderungen den Flughafen mit zusätzlichen Kosten von rund vier Millionen Euro pro Jahr belastet. Die Stadt sah darin offenbar einen nicht hinnehmbaren wirtschaftlichen Druck. Eine öffentliche Begründung von Ryanair für den Rückzug lag zunächst nicht vor.

Hohe Auslastung

Die Entscheidung fällt trotz einer vergleichsweise hohen Nachfrage. Im Jahr 2025 waren die Ryanair-Flüge ab Bremen den vorliegenden Angaben zufolge durchschnittlich zu etwa 88 Prozent ausgelastet. Welche Ziele nach dem Rückzug durch andere Fluggesellschaften ersetzt werden könnten, ist bislang nicht bekannt.

Für den Flughafen bedeutet die Einstellung der Verbindungen einen erheblichen Verlust an Fluggästen. Ab April 2027 müssen Reisende, die bislang Ryanair ab Bremen genutzt haben, auf andere Anbieter oder Abflughäfen ausweichen.

Originalquelle

taz.de

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