Ryanair-Rückzug trifft Bremen besonders hart
Ryanair gibt Bremen ab April 2027 vollständig auf. Auch in Berlin und Hamburg schränkt die Fluggesellschaft ihr Engagement ein.
Ryanair zieht sich mit dem Sommerflugplan 2027 vollständig aus Bremen zurück. Ab April bietet die irische Fluggesellschaft keine Verbindungen mehr von und zum Bremer Flughafen an. Zuletzt beförderte sie dort rund 400.000 Passagiere pro Jahr.
Der Rückzug ist Teil einer breiteren Kürzung des Deutschland-Geschäfts. In Berlin schließt Ryanair seine Basis, in Hamburg wird das Angebot stark eingeschränkt. Den Flughafen Berlin Brandenburg griff die Airline dabei öffentlich an und bezeichnete ihn als „erfolglosesten Flughafen Europas“.
Gespräche ohne Ergebnis
Der Entscheidung für Bremen waren Verhandlungen über Gebühren und wirtschaftliche Konditionen vorausgegangen. Eine Einigung kam nicht zustande. Ryanair bestätigte der Bremer Wirtschaftsbehörde schriftlich, dass mit Beginn des Sommerflugplans 2027 keine Flüge mehr am Standort angeboten werden.
Schon vor der Bestätigung waren Verbindungen ab Bremen für diesen Zeitraum auf der Internetseite der Fluggesellschaft nicht mehr buchbar. Im Jahr 2025 waren die Ryanair-Maschinen in Bremen nach vorliegenden Angaben im Durchschnitt zu etwa 88 Prozent ausgelastet.
Viele Reisende betroffen
Mit Ryanair verliert der Bremer Flughafen einen Anbieter mit erheblichem Passagieraufkommen. Für Reisende entfallen sämtliche bislang von der Fluggesellschaft angebotenen Direktverbindungen ab Bremen. Welche anderen Airlines einzelne Strecken übernehmen könnten, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
Die Entscheidungen in Bremen, Berlin und Hamburg verdeutlichen zugleich den Konflikt zwischen Ryanair und deutschen Flughafenbetreibern über Kosten und Standortbedingungen. In Bremen endet dieser Streit mit dem vollständigen Rückzug der Airline.
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DIE WELTKommentare
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