Römisches Langschwert in Bremer Neustadt entdeckt

Kampfmittelräumer haben in 3,5 Metern Tiefe ein Langschwert aus der Zeit um 200 nach Christus gefunden. Es könnte eine germanische Opfergabe gewesen sein.

Kultur 16. September 2026, 08:55 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Bremer Neustadt (Archivfoto)
Bremer Neustadt (Archivfoto) | Foto: UweHaupt at German Wikipedia / Wikimedia Commons, gemeinfrei

Bei einer Kampfmittelsuche in der Bremer Neustadt ist ein Langschwert aus der römischen Kaiserzeit entdeckt worden. Nach Angaben der Landesarchäologie steckte die Waffe senkrecht in 3,5 Metern Tiefe im Boden. Der Fund gilt als außergewöhnlich für Norddeutschland.

Ersten Untersuchungen zufolge könnte das Schwert um das Jahr 200 nach Christus absichtlich an dieser Stelle deponiert worden sein. Der Fundort lag damals vermutlich an einem Fluss oder See.

Hinweis auf Opferritual

Das senkrechte Aufstellen von Waffen im Wasser sei typisch für germanische Opferrituale in der römischen Kaiserzeit, erklärte Landesarchäologe Dieter Bischop. Fachleute gehen deshalb davon aus, dass ein germanischer Soldat die Waffe bewusst im Boden versenkt hat.

Ein solches Langschwert sei zur damaligen Zeit wertvoll gewesen und nur für wenige Menschen erschwinglich. Bischop vermutet daher, dass der frühere Besitzer eine herausgehobene Stellung in seiner Gruppe hatte. Vergleichbare Funde sind bislang vor allem aus Schleswig-Holstein bekannt.

Fundort wird untersucht

Die Landesarchäologie will sowohl das gut erhaltene Schwert als auch die Fundstelle nun genauer untersuchen. Anschließend soll die Waffe im Bremer Focke-Museum ausgestellt werden.

Schauplatz

Neustadt, Bremen Große Karte

Orte

Neustadt

Originalquelle

NDR Niedersachsen

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