Römisches Langschwert in Bremer Neustadt entdeckt
Kampfmittelräumer haben in 3,5 Metern Tiefe ein Langschwert aus der Zeit um 200 nach Christus gefunden. Es könnte eine germanische Opfergabe gewesen sein.
Bei einer Kampfmittelsuche in der Bremer Neustadt ist ein Langschwert aus der römischen Kaiserzeit entdeckt worden. Nach Angaben der Landesarchäologie steckte die Waffe senkrecht in 3,5 Metern Tiefe im Boden. Der Fund gilt als außergewöhnlich für Norddeutschland.
Ersten Untersuchungen zufolge könnte das Schwert um das Jahr 200 nach Christus absichtlich an dieser Stelle deponiert worden sein. Der Fundort lag damals vermutlich an einem Fluss oder See.
Hinweis auf Opferritual
Das senkrechte Aufstellen von Waffen im Wasser sei typisch für germanische Opferrituale in der römischen Kaiserzeit, erklärte Landesarchäologe Dieter Bischop. Fachleute gehen deshalb davon aus, dass ein germanischer Soldat die Waffe bewusst im Boden versenkt hat.
Ein solches Langschwert sei zur damaligen Zeit wertvoll gewesen und nur für wenige Menschen erschwinglich. Bischop vermutet daher, dass der frühere Besitzer eine herausgehobene Stellung in seiner Gruppe hatte. Vergleichbare Funde sind bislang vor allem aus Schleswig-Holstein bekannt.
Fundort wird untersucht
Die Landesarchäologie will sowohl das gut erhaltene Schwert als auch die Fundstelle nun genauer untersuchen. Anschließend soll die Waffe im Bremer Focke-Museum ausgestellt werden.
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