Psychische Leiden verursachen in Bremen die meisten Fehltage
Beschäftigte im Land Bremen kamen im ersten Halbjahr 2026 auf durchschnittlich 20,4 Fehltage. Psychische Erkrankungen hatten daran den größten Anteil.
Psychische Erkrankungen waren im ersten Halbjahr 2026 im Land Bremen die häufigste Ursache für krankheitsbedingte Fehltage. Auf sie entfielen 22,8 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage im Datenbestand der hkk Krankenkasse. Insgesamt kamen Beschäftigte in Bremen durchschnittlich auf 20,4 Fehltage. Damit lag der Wert über dem hkk-weiten Durchschnitt von 18,4 Tagen.
Krankenstand leicht gesunken
Über alle ausgewerteten Mitglieder hinweg sank der Krankenstand gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 0,2 Prozentpunkte auf 5,0 Prozent. Gleichzeitig veränderte sich die Verteilung der Krankheitsursachen deutlich. Die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen nahmen um 9,3 Prozent zu. Bei Atemwegserkrankungen gingen sie dagegen um 19,6 Prozent zurück.
Psychische Erkrankungen standen damit erstmals an der Spitze. Muskel-Skelett-Erkrankungen, zu denen beispielsweise Rückenbeschwerden zählen, belegten Rang drei. Psychische Leiden verursachten zwar nicht die meisten einzelnen Krankheitsfälle, führten aber zu besonders langen Ausfällen. Im Durchschnitt dauerte eine solche Arbeitsunfähigkeit 38,8 Tage. Bei Muskel-Skelett-Erkrankungen waren es 17,8 Tage, bei Atemwegserkrankungen 5,8 Tage.
Mehr lange Ausfälle
Langzeiterkrankungen von mehr als sechs Wochen gewannen ebenfalls an Bedeutung. Ihr Anteil an allen Fällen stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 2,8 auf 3,2 Prozent. Zugleich verursachten sie 45,8 Prozent aller Fehltage. Ein Jahr zuvor waren es 42,6 Prozent gewesen. Die durchschnittliche Krankheitsdauer lag zuletzt bei 10,9 Tagen je Fall.
Unterschiede zu Niedersachsen
In Niedersachsen verzeichnete die hkk durchschnittlich 21,4 Fehltage je beschäftigter Person. Dort bildeten Muskel-Skelett-Erkrankungen mit 20,0 Prozent den größten Anteil. Atemwegserkrankungen machten in Bremen 17,6 Prozent der Fehltage aus, in Niedersachsen 16,8 Prozent.
Grundlage der Analyse sind die Daten von rund 610.000 krankengeldberechtigten hkk-Mitgliedern. Die Ergebnisse bilden daher den Versichertenbestand der Krankenkasse ab und nicht die gesamte arbeitende Bevölkerung.
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