Polizei ermittelt nach Kollision der „Mein Schiff 3“
Nach dem Zusammenstoß mit zwei Frachtern in Bremerhaven richten sich die Ermittlungen laut einem Medienbericht gegen den Kapitän des Kreuzfahrtschiffs.
Nach der Kollision der „Mein Schiff 3“ mit zwei Containerschiffen im Bremerhavener Hafen ermittelt die Polizei laut einem Medienbericht gegen den Kapitän des Kreuzfahrtschiffs. Im Mittelpunkt steht das Auslaufmanöver bei stürmischem Wetter. Die Ermittlungen bedeuten noch keine Feststellung persönlicher Schuld.
Das Kreuzfahrtschiff hatte am Sonntag gegen 17.30 Uhr mit Unterstützung von Schleppern abgelegt. Eine starke Böe drückte es gegen zwei Frachter, die an der Stromkaje lagen. Anschließend kehrte die „Mein Schiff 3“ an den Kai zurück. Menschen wurden nach bisherigen Erkenntnissen nicht verletzt.
Abfahrt trotz Sturm
Wer trotz schwieriger Wetterbedingungen über das Ablegen entscheidet, ist nun ein zentraler Aspekt der Aufarbeitung. Der Hafenexperte Klaus Harald Holocher ordnete gegenüber der „Bild“ die Verantwortlichkeiten bei einem solchen Manöver und mögliche Eingriffe der Behörden ein. Konkrete Ergebnisse der laufenden Ermittlungen liegen bislang nicht vor.
Bei dem Zusammenstoß wurden das Kreuzfahrtschiff und die beiden Containerschiffe beschädigt. Für alle drei Schiffe wurde zunächst ein Auslaufverbot verhängt. Die vorgesehene 20-tägige Reise der „Mein Schiff 3“ zu den Kanaren wurde abgesagt, weil das Schiff repariert werden muss.
Unfall wird untersucht
Die Ermittler müssen nun klären, wie es zu dem Unfall kommen konnte und welche Entscheidungen vor dem Ablegen getroffen wurden. Dabei dürften neben der Wetterlage auch der Ablauf des Manövers und die beteiligten Verantwortungsbereiche geprüft werden. Weitere belastbare Angaben zum Ermittlungsstand wurden zunächst nicht bekannt.
Orte
Originalquelle
BildKommentare
Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.