Kollision in Bremerhaven: Kapitän der „Mein Schiff 3“ im Fokus
Nach dem Zusammenstoß mit zwei Containerschiffen ermittelt die Polizei gegen den Kapitän der „Mein Schiff 3“. Die Kanaren-Kreuzfahrt für knapp 2400 Gäste fiel aus.
Nach der Kollision der „Mein Schiff 3“ mit zwei Containerschiffen im Bremerhavener Hafen richten sich die polizeilichen Ermittlungen gegen den Kapitän des Kreuzfahrtschiffs. Im Mittelpunkt steht das Auslaufmanöver bei stürmischem Wetter. Die Ermittlungen bedeuten noch keine Feststellung persönlicher Schuld.
Das Passagierschiff hatte am Sonntag gegen 17.30 Uhr mit Unterstützung von Schleppern abgelegt. Nach bisherigen Angaben erfasste eine starke Windböe den Kreuzfahrer und drückte ihn gegen zwei Frachter, die an der Stromkaje lagen. Danach kehrte die „Mein Schiff 3“ an den Kai zurück.
Drei Schiffe beschädigt
Bei dem Zusammenstoß entstanden Schäden an allen drei beteiligten Schiffen. Verletzte gab es nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen nicht. Die Polizei untersucht nun den genauen Ablauf des Manövers und die Verantwortlichkeit an Bord.
Die geplante Reise der „Mein Schiff 3“ konnte nach der Kollision nicht stattfinden. Knapp 2400 Urlauber sollten mit dem Schiff zu einer 20-tägigen Kreuzfahrt in Richtung Kanaren aufbrechen. Die Fahrt wurde abgesagt.
Unfall wird aufgearbeitet
Zu klären ist insbesondere, welche Rolle die Wetterverhältnisse, die Schiffsführung und die Unterstützung durch die Schlepper bei dem Unfall spielten. Weitere Ergebnisse der Ermittlungen lagen zunächst nicht vor.
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