Millionenschaden nach Schiffskollision in Bremerhaven
Die „Mein Schiff 3“ und ein Frachter müssen nach der Kollision repariert werden. Gegen den Kapitän des Kreuzfahrtschiffs wird weiter ermittelt.
Nach der Kollision der „Mein Schiff 3“ mit zwei Containerschiffen in Bremerhaven sollen mindestens zwei der beteiligten Schiffe in einer Werft repariert werden. Die Polizei beziffert den Gesamtschaden auf eine Millionensumme. Wo die Arbeiten erfolgen, soll noch in dieser Woche entschieden werden.
Das Kreuzfahrtschiff und der größere Frachter „MSC Victorine“ wurden erheblich beschädigt. An dem Containerschiff entstand ein rund zehn Meter langer Riss im Rumpf. An der „Mein Schiff 3“ wurden unter anderem mehrere Rettungsboote zerstört. Auch das zweite Containerschiff trug Schäden davon.
Werftstandort noch offen
Die Bremerhavener Rönner-Gruppe, zu der die Lloydwerft gehört, steht nach eigenen Angaben mit den Reedereien der beiden Frachter in Kontakt. Wann die „Mein Schiff 3“ wieder für Kreuzfahrten eingesetzt werden kann, ist noch nicht bekannt. TUI Cruises hatte die geplante 20-tägige Reise zu den Kanarischen Inseln nach dem Unfall abgesagt.
Das Kreuzfahrtschiff war am Sonntag gegen 17.30 Uhr mit Unterstützung von Schleppern ausgelaufen. Nach bisherigen Erkenntnissen erfasste eine starke Böe das Schiff und drückte es gegen die beiden an der Stromkaje liegenden Frachter. Anschließend kehrte die „Mein Schiff 3“ an den Kai zurück. Verletzt wurde laut Polizei niemand.
Untersuchungen laufen
Die Polizei ermittelt weiter gegen den Kapitän der „Mein Schiff 3“. Geprüft wird eine mögliche Verletzung der Sorgfaltspflicht. Zudem untersucht die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung den Vorfall und will einen Bericht erstellen.
Nach Angaben der Bremer Port Authority gelten im Hafen keine pauschalen Fahrverbote bei starkem Wind. Die Entscheidung, ob ein Schiff unter den jeweiligen Bedingungen ausläuft, liegt beim Kapitän.
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