PAK-Fund in Flugplatzbäke verschärft Streit um Oldenburger Fliegerhorst
Ein Verein meldet hohe PAK-Werte in Sediment und Wasser der Flugplatzbäke. Die Stadt Oldenburg bestreitet weiterhin, dass gefährliche Stoffe auf dem Gelände lagern.
Die Flugplatzbäke am ehemaligen Fliegerhorst in Oldenburg könnte nach Angaben des Vereins für nachhaltige Stadtentwicklung erheblich mit Schadstoffen belastet sein. Der Verein ließ nach eigenen Angaben Proben aus dem Bach untersuchen. Demnach lagen die gemessenen Werte für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK, im Bodensatz bei dem Achtzigfachen eines Grenzwerts.
Auch im Wasser seien PAK-Konzentrationen festgestellt worden, die den genannten Grenzwert nahezu um das Zehnfache überstiegen. PAK sind eine Gruppe chemischer Verbindungen, von denen einzelne als krebserregend gelten.
Verdacht auf ausgespültes Material
Der Verein sieht in den Laborwerten einen Hinweis darauf, dass am früheren Schießstand größere Mengen schadstoffhaltigen Abbruchmaterials abgelagert worden sein könnten. Dieses Material könne durch Wasser in die Bäke gelangt sein. Die Ergebnisse gehen auf vom Verein veranlasste Proben zurück.
Bereits im vergangenen Jahr hatte die Staatsanwaltschaft Oldenburg bei Untersuchungen auf der ehemaligen Schießbahn unter anderem PAK nachgewiesen. Die Stadt Oldenburg hält dagegen an ihrer Position fest, dass dort keine gefährlichen Stoffe lagerten.
Konflikt um Altlasten
Der mögliche Umgang mit Schadstoffen auf dem ehemaligen Fliegerhorst beschäftigt Politik und Behörden seit Längerem. Nach früheren Berichten stehen Vorwürfe im Raum, dass dort Sondermüll illegal vergraben worden sein könnte. Die neuen Angaben des Vereins betreffen nun auch die Flugplatzbäke und werfen die Frage auf, ob belastete Stoffe in den Bach ausgeschwemmt werden.
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