Oldenburg lässt Flugplatzbäke auf mögliche PAK-Belastung prüfen
Nach Hinweisen eines Vereins ordnet Oldenburg unabhängige Wasser- und Sedimentproben an. Bis Ergebnisse vorliegen, rät die Stadt von Spielen im Bachbett ab.
Die Stadt Oldenburg lässt die Flugplatzbäke nach Hinweisen auf mögliche Belastungen mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) untersuchen. Die Untere Wasserbehörde soll Wasser- und Sedimentproben nehmen und auswerten. Bis Ergebnisse vorliegen, rät die Verwaltung vorsorglich davon ab, im Gewässerbett zu spielen oder Wasser zu entnehmen.
PAK sind langlebige chemische Verbindungen, von denen einzelne als krebserregend gelten. Sie können unter anderem über Hautkontakt, Atemwege oder Nahrung in den Körper gelangen.
Proben am Peerdebrok
Auslöser sind Untersuchungen des Vereins für Nachhaltige Stadtentwicklung Oldenburg. Er hatte am 3. August Wasser- und Sedimentproben an der Flugplatzbäke im Bereich des Radwegs Peerdebrok außerhalb des früheren Fliegerhorstgeländes genommen und die Laborergebnisse am 27. August an die Stadt übermittelt.
Die Verwaltung hält eine abschließende Bewertung derzeit für nicht möglich. Unter anderem fehlten noch Unterlagen, die den Ablauf der Probenentnahme dokumentieren. Diese Protokolle will die Stadt bei den Initiatoren anfordern.
Umfangreiche Kontrolle beschlossen
Der Rat der Stadt beschloss am 31. August einstimmig eine fachgerechte Kontrolluntersuchung. Geprüft werden sollen die bereits privat beprobte Stelle am Peerdebrok, ein Regenrückhaltebecken, die Ofenerdieker Bäke sowie weitere Oberflächen- und Entwässerungswege, die mit dem früheren Schießstand hydrologisch verbunden sein könnten. Vergleichsproben oberhalb und unterhalb eines möglichen Einflussbereichs sind ebenfalls vorgesehen.
Nach Angaben der Stadt wurden bei bisherigen Grundwasseruntersuchungen am ehemaligen Schießstand keine PAK festgestellt. Zudem liege die Flugplatzbäke nicht in der Grundwasser-Fließrichtung des Areals. Einen ursächlichen Zusammenhang sieht die Verwaltung deshalb bislang nicht. Die Ergebnisse der neuen Untersuchungen sollen mit dem fortlaufenden Grundwassermonitoring abgeglichen und öffentlich vorgestellt werden.
Schießstand wird gesondert untersucht
Parallel bereitet ein beauftragtes Sachverständigenbüro Untersuchungen am früheren Schießstand vor. Es soll klären, welche Materialien dort vorhanden sind, ob Eingriffe in das Sicherungsbauwerk möglich sind und welche Risiken damit verbunden wären.
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