Oldenburg prüft PAK-Belastung in der Flugplatzbäke erneut
Nach auffälligen Messwerten lässt die Stadt Wasser und Sedimente an sieben Stellen untersuchen. Ergebnisse werden in einigen Wochen erwartet.
Die Stadt Oldenburg hat an der Flugplatzbäke erneut Proben genommen, nachdem im August auffällige Werte polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe, kurz PAK, bekannt geworden waren. Sedimente wurden an sieben Stellen untersucht, Wasserproben konnten wegen des niedrigen Wasserstands nur an drei Punkten entnommen werden.
Die Laborergebnisse werden nach Angaben der Stadt in einigen Wochen erwartet. Sie sollen zeigen, ob sich der frühere Befund bestätigt und wo mögliche Schadstoffe in das Gewässer gelangen könnten.
Kontrolle nach Einzelbefund
Ausgangspunkt ist eine Untersuchung des Vereins für Nachhaltige Stadtentwicklung Oldenburg nahe des Peerdebroks. Der Verein hatte dort im August selbst Wasser- und Sedimentproben entnommen. Dabei wurden für eine Gruppe von 16 PAK im Wasser 15,55 Mikrogramm je Liter und im Sediment 76,474 Milligramm je Kilogramm Trockenmasse angegeben.
Die Stadt bewertet dies zunächst als Einzelbefund. Für eine belastbare Einschätzung seien auch Entnahmebedingungen, Verarbeitung der Proben sowie die räumliche Verteilung der Stoffe entscheidend. Nun untersucht werden neben den 16 ausgewählten PAK, darunter Benzo(a)pyren, auch Schwermetalle wie Kupfer.
Hinweise am Gewässer
Im Bereich südlich beziehungsweise unterhalb des Peerdebroks, der an den Fliegerhorst grenzt, hat die Stadt Hinweisschilder aufgestellt. Eine konkrete Gesundheitsgefahr lasse sich aus dem bisherigen Nachweis allein nicht ableiten. Nach Einschätzung des Gesundheitsamts könnten Risiken vor allem bei großflächigem oder längerem Hautkontakt mit Sediment sowie bei wiederholter Aufnahme über den Mund entstehen.
Das parallel laufende Grundwassermonitoring an der ehemaligen Schießbahn zeigte laut Stadt keine PAK-Belastung. Vinylchlorid wurde lediglich an einer von vier Messstellen geringfügig über dem gesetzlichen Prüfwert festgestellt. Die Verwaltung geht von einem lokal begrenzten Befund ohne Gefahr für das Grundwasser aus.
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