Oldenburger Stadtfest wird 50: Vom Straßenfest zum Großereignis
Das Oldenburger Stadtfest feiert sein 50-jähriges Bestehen. Begonnen hat es 1975 als Idee zur Belebung der zunehmend autofreien Innenstadt.
Das Oldenburger Stadtfest feiert 2026 sein 50-jähriges Bestehen. Die Veranstaltung entstand 1975 in einer Innenstadt, die damals schrittweise vom Autoverkehr entlastet wurde. Aus kleinen Feiern zur Eröffnung verkehrsberuhigter Straßen entwickelte sich ein Fest, das weite Teile des Zentrums einbezog.
Die damalige Oldenburg-Werbung wollte mit dem Format Handel, Kultur und Begegnung verbinden. Beim ersten Stadtfest vom 14. bis 17. August 1975 gab es Bühnen, einen Flohmarkt, Stände und Aktionen in mehreren Straßen. Auch der Rathausmarkt wurde dafür für Autos gesperrt.
Schnell großer Zuspruch
Trotz Regen zogen die ersten Festtage viele Menschen an. Ende der 1970er-Jahre kamen nach Angaben der Stadt bereits rund 100.000 Besucherinnen und Besucher pro Veranstaltungstag. 1982 fiel das Fest aus organisatorischen und finanziellen Gründen aus, wurde aber im folgenden Jahr unter dem Namen Oldenburg-Fest neu aufgelegt.
Nach weiteren Wechseln bei der Organisation prägte Klaus Enke die Veranstaltung ab 1986 über nahezu zwei Jahrzehnte. Unter seiner Leitung wuchs die Zahl der einbezogenen Straßenzüge und Bühnen deutlich. 1987 wurden rund 350.000 Gäste gezählt, 1991 erstmals mehr als 400.000. Seit 1992 setzte das Fest auf Mehrweg-Geschirr.
Neue Konzepte seit 2004
Seit 2004 organisiert die E & M Marketing GmbH das Stadtfest. Ergänzt wurden unter anderem Angebote für Kinder und junge Menschen, internationale und unabhängige Musik sowie Maßnahmen für Sicherheit, Fahrräder, Busverkehr und Ansprechpersonen bei diskriminierenden oder übergriffigen Situationen.
Die Corona-Pandemie unterbrach die Geschichte des Festes erneut: 2020 fand es digital statt, 2021 wurde es abgesagt. Seit 2022 wird wieder ohne Einschränkungen gefeiert. Das Gelände in der Innenstadt gilt inzwischen als räumlich nahezu ausgelastet.
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