Oldenburg erhöht Zuschüsse für Jugendverbände deutlich
Jugendfahrten, Leitungs-Ausbildungen und Anschaffungen werden in Oldenburg künftig stärker gefördert. Der jährliche Bedarf könnte auf rund 70.000 Euro steigen.
Der Oldenburger Rat hat eine neue Richtlinie zur Förderung der Jugendarbeit beschlossen. Damit steigen die Zuschüsse für Jugendverbände und freie Träger in mehreren Bereichen deutlich. Zugleich sollen neue Fördermöglichkeiten und digitale Verfahren die Arbeit der Organisationen erleichtern.
Für Jugendfahrten erhöht sich der Zuschuss von 2,50 auf 5 Euro je Tag und teilnehmender Person. Internationale Begegnungen im Ausland werden künftig mit 9 Euro pro Tag und Person gefördert, Begegnungen im Inland mit 5 Euro. Für Ausbildungen von Jugendleiterinnen und Jugendleitern steigt der Satz von 4 auf 7 Euro.
Mehr Angebote förderfähig
Neu ist, dass auch Jugendfahrten und Ausbildungen ohne Übernachtung bezuschusst werden können. Außerdem sieht die Richtlinie Ermäßigungen für Inhaberinnen und Inhaber des Oldenburg-Passes vor.
Bei Anschaffungen für die Jugendarbeit kann die Stadt künftig bis zu 50 Prozent der Kosten übernehmen. Zuvor lag der Anteil bei einem Drittel. Pro Träger sind dafür jährlich höchstens 3.000 Euro vorgesehen. Gemeinschaftsbildende Veranstaltungen können mit bis zu 300 Euro unterstützt werden.
Digitale Verfahren geplant
Die Regelungen zu Mietkosten wurden ebenfalls angepasst. Vorrangig soll das Haus der Jugend genutzt werden. Werden externe Räume benötigt, ist der jährliche Zuschuss je Träger auf 3.000 Euro begrenzt.
Anträge und Verwendungsnachweise sollen künftig digital eingereicht werden können; Papierformulare bleiben möglich. Die Stadt plant bis Herbst einen Workshop im Haus der Jugend, um Vereine, Verbände und weitere Träger mit dem neuen Verfahren vertraut zu machen.
Die bisherige Förderrichtlinie stammte aus dem Jahr 2015. Nach Angaben der Stadt wurden Jugendverbände und Träger an der Neufassung beteiligt. Im Haushalt stehen bislang jährlich 45.000 Euro bereit, die nicht vollständig abgerufen wurden. Wegen der höheren Sätze rechnet die Stadt künftig mit einem Förderbedarf von rund 70.000 Euro pro Jahr. Die Richtlinie soll alle drei bis fünf Jahre überprüft werden.
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