OHB Sweden und Saab planen Kooperation bei Weltraum-Verteidigung
OHB Sweden und Saab wollen gemeinsam ausloten, wie Satellitentechnik für europäische Sicherheits- und Verteidigungsaufgaben eingesetzt werden kann.
Die OHB-Tochter OHB Sweden und der schwedische Rüstungs- und Technologiekonzern Saab wollen bei weltraumgestützten Verteidigungsfähigkeiten enger zusammenarbeiten. Beide Unternehmen haben dazu eine Absichtserklärung unterzeichnet. Konkrete Projekte, Auftragsvolumen oder einen Zeitplan nannten sie zunächst nicht.
Die Vereinbarung bildet den Rahmen für die Prüfung bestehender und künftiger Satellitensysteme. Untersucht werden soll, wie solche Plattformen europäische Sicherheits- und Verteidigungsstrukturen unterstützen können.
Satelliten für Lagebilder
Im Mittelpunkt stehen nach Angaben von OHB unter anderem Lagebilder, geschützte Kommunikation und eine zuverlässige Vernetzung. Die Systeme sollen Informationen für Einsätze in der Luft, an Land und auf See sowie in den Bereichen Cyber und Weltraum bereitstellen können.
Weitere mögliche Anwendungsfelder sind Erdbeobachtung, Navigation und Frühwarnung. Hintergrund sind wachsende geopolitische Spannungen und die zunehmende Abhängigkeit staatlicher und militärischer Strukturen von Infrastruktur im All. Die Unternehmen wollen deshalb ihre Kenntnisse bei Satellitensystemen, Verteidigungstechnik und der Integration unterschiedlicher Systeme zusammenführen.
Saab schließt weitere Vereinbarungen
Für den OHB-Konzern knüpft die geplante Kooperation an bisherige Raumfahrtprogramme für staatliche und institutionelle Auftraggeber in Europa an. Das Unternehmen entwickelt und betreibt Systeme für Aufklärung, Erdbeobachtung, Kommunikation und die Erstellung von Lagebildern.
Saab hat neben der Vereinbarung mit OHB Sweden zwei weitere Absichtserklärungen im Weltraumbereich bekannt gegeben. Diese wurden mit dem schwedischen Raumfahrtunternehmen SSC Space und dem Telekommunikationskonzern Ericsson geschlossen.
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