ESA lässt Bremer OHB Infrastruktur für den Mond untersuchen

OHB soll prüfen, wie eine gemeinsame europäische Plattform Forschung und Technik auf der Mondoberfläche dauerhaft versorgen könnte.

Panorama 19. Oktober 2026, 11:24 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat die Bremer OHB System AG mit Studien für eine gemeinsame Infrastruktur auf dem Mond beauftragt. Das Projekt trägt den Namen OASIS. OHB soll als Hauptauftragnehmer die Machbarkeit untersuchen und einen ersten Systementwurf erarbeiten.

Die geplante Plattform soll wissenschaftliche Experimente, technische Erprobungen und Robotersysteme auf der Mondoberfläche unterstützen. Ob und wann sie tatsächlich gebaut wird, steht noch nicht fest. Zum finanziellen Umfang des Auftrags machte OHB keine Angaben.

Zentrale Dienste für Missionen

Das Konzept sieht eine gemeinsam nutzbare Energieversorgung sowie Kommunikations- und Datenspeicherdienste vor. Künftige Nutzlasten müssten diese Komponenten dann nicht jeweils selbst mitbringen. Dies könnte Gewicht, technische Komplexität und Kosten einzelner Mondmissionen verringern.

Eine besondere Herausforderung ist die etwa zwei Wochen dauernde Mondnacht. Während des Mondtages erzeugte Energie soll deshalb gespeichert werden, damit angeschlossene Geräte auch in der langen Dunkelphase betrieben werden können. Die Infrastruktur ist modular geplant und soll später um weitere Instrumente oder Systeme ergänzt werden können.

Anbindung an Europas Programme

Nach der derzeitigen Referenzplanung könnte OASIS mit dem europäischen Mondlander Argonaut transportiert und auf einer Ariane-6-Rakete gestartet werden. Für die Kommunikation und Datenübertragung ist eine Verbindung mit der europäischen Mondkommunikationsinfrastruktur Moonlight vorgesehen. Zunächst könnte dabei die Sonde Lunar Pathfinder eingesetzt werden.

OHB entwickelt nun mit weiteren Partnern das Gesamtkonzept, die technischen Anforderungen und den Vorentwurf. Das Bremer Unternehmen arbeitet bereits in anderen Projekten für die ESA, darunter an einer Studie zur satellitengestützten Erkennung möglicher Klima-Kipppunkte.

Originalquelle

OHB SE

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