OHB erhält 554-Millionen-Euro-Auftrag für Klimasatelliten

Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB soll für die ESA eine neue Generation von Sentinel-3-Satelliten zur Erd- und Klimabeobachtung entwickeln.

Panorama 04. November 2026, 13:09 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Die Europäische Weltraumorganisation ESA hat die Bremer OHB System AG mit der Entwicklung einer neuen Generation von Erdbeobachtungssatelliten beauftragt. Der Vertrag für das Projekt Sentinel-3 Next Generation Topography hat ein Volumen von mehr als 554 Millionen Euro. Zudem besteht eine Option auf einen zweiten Satelliten.

OHB übernimmt die Rolle des Hauptauftragnehmers und arbeitet mit einem europäischen Industriekonsortium zusammen. Die Satelliten gehören zum Copernicus-Programm der Europäischen Union. Dieses stellt Daten über Erde, Atmosphäre und Ozeane für Forschung, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bereit.

Genauere Höhenmessungen

Die neue Mission soll Veränderungen der Ozeane, Küsten, Binnengewässer und Eisflächen genauer erfassen. Im Mittelpunkt stehen Altimeter. Diese Radarinstrumente bestimmen aus dem All unter anderem die Höhe des Meeresspiegels. Nach Angaben von OHB sollen die Messungen präziser werden, größere Gebiete abdecken und in kürzeren Abständen wiederholt werden können.

Derzeit beobachten zwei baugleiche Sentinel-3-Satelliten sowohl die Topografie von Meeres- und Eisoberflächen als auch Temperatur und Farbe von Land und Meer. Bei der nächsten Generation werden die Aufgaben aufgeteilt: Optische Instrumente sollen in einer eigenen Mission eingesetzt werden. Die neuen Topografie-Satelliten tragen dagegen die Radarinstrumente für Höhenmessungen.

Daten für die Klimaforschung

Vorgesehen sind zwei baugleiche Satelliten in einer sonnensynchronen Umlaufbahn. Dabei überfliegt ein Satellit bestimmte Gebiete jeweils zu annähernd gleicher Ortszeit. Die Messdaten sollen Erkenntnisse über die Dynamik der Ozeane, die Entwicklung von Meereis und anderen Eisflächen sowie die Folgen des Klimawandels liefern.

Die Mission baut nach Angaben der ESA auf den bisherigen Programmen Sentinel-3 und Sentinel-6 auf. Sie soll die langfristige Erdbeobachtung fortsetzen und zugleich die Leistung bei der Vermessung von Wasser- und Eisflächen steigern.

Originalquelle

OHB SE

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