Neun AWI-Fachleute brechen zur Antarktis-Überwinterung auf
Das neue Überwinterungsteam des Bremerhavener AWI wird 14 Monate in der Antarktis verbringen. Vor der Abreise besuchte es das Klimahaus.
Neun Fachleute des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) stehen kurz vor ihrem Einsatz in der Antarktis. Das neu zusammengestellte Team soll 14 Monate an der Neumayer-Station III leben und arbeiten. Wenige Tage vor der Abreise besuchte die Gruppe am Mittwoch, 28. Oktober, die Antarktis-Station des Klimahauses Bremerhaven.
Die dortigen minus sechs Grad vermitteln allerdings nur einen begrenzten Eindruck von den Bedingungen am künftigen Arbeitsplatz. Das AWI hat bislang 46 Überwinterungsteams zu seinen Forschungsstationen an der Atka-Bucht geschickt.
Messreihen ohne Pause
Zum neuen Team gehören vier Forschende. Eine zentrale Aufgabe besteht darin, den Betrieb der Station zu sichern und langfristige wissenschaftliche Messungen ohne Unterbrechung fortzusetzen. Mit dabei ist der Geophysiker Benjamin Banaskiewicz, der bereits 2005 in der Arktis geforscht hat.
Auch die Meteorologin Margarita Liadova gehört zur Besatzung. Sie erwartet unter anderem die Beobachtung des Sternenhimmels während der Polarnacht. Neben den wissenschaftlichen Aufgaben muss das Team den Alltag auf der isolierten Station eigenständig organisieren.
Alltag fern der Heimat
Für die Verpflegung ist Koch Christoph Hartwig zuständig. Er will während des Aufenthalts außerdem weiter schreiben. Hartwig erhielt 2018 einen italienischen Literaturpreis. IT-Ingenieur Anselm Nicklas plant, in seiner Freizeit auf einem E-Piano zu spielen.
Der Besuch im Klimahaus hat bei den AWI-Überwinterungsteams Tradition. Beide Einrichtungen arbeiten auch fachlich zusammen. Erkenntnisse des Bremerhavener Forschungsinstituts flossen in die Ausstellung ein und wurden zuletzt für Präsentationen über Unterwassergeräusche sowie Müll in der Arktis genutzt.
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