Neues Sprachprogramm startet an 25 Bremer Grundschulen
Nach den Herbstferien beginnt „Mitsprache“ an den Bremer Startchancen-Grundschulen. Kinder erhalten dort fünf zusätzliche Förderstunden pro Woche.
An 25 Bremer Startchancen-Grundschulen beginnt nach den Herbstferien das Sprachförderprogramm „Mitsprache“. Schülerinnen und Schüler sollen in kleinen Gruppen gezielt beim Sprechen, Verstehen und beim Ausbau ihres Wortschatzes unterstützt werden.
Die Förderung ist für maximal sieben Kinder je Gruppe vorgesehen und umfasst fünf Stunden pro Woche. Im Schuljahr 2026/27 sind täglich vier Stunden für Sprachförderung und eine Stunde für soziale und emotionale Kompetenzen eingeplant.
Förderung in Kleingruppen
Im Unterricht kommen die Handpuppen Mimi, Draco und Konstantin zum Einsatz. Die Kinder können mit den Figuren erzählen, neue Wörter erproben und über Gefühle sprechen. Wiederkehrende Gesprächsformen sowie Spiele und eine gemeinsame Geschichte sollen dabei Orientierung geben.
Das Programm setzt beim Übergang von der Kita in die Grundschule an. Vor der Förderung wird der Sprachstand der Kinder mithilfe einer App erhoben. Nach Angaben des Bildungsressorts dauert diese Erfassung acht bis zwölf Minuten. Bis zu drei weitere Erhebungen im Jahr sollen zeigen, wie sich die einzelnen Kinder entwickeln und ob zusätzlicher Förderbedarf besteht.
Ausbau über mehrere Jahre
„Mitsprache“ ist zunächst für drei bis vier Pilotjahre angelegt. Im Schuljahr 2027/28 soll es mit dem Leseförderprogramm Leseband verbunden werden. Während „Mitsprache“ vor allem Wortschatz, Grammatik und mündliches Formulieren trainiert, soll das Leseband die Leseflüssigkeit und später das Textverständnis stärken. Für 2028/29 ist ein Schwerpunkt beim Textverstehen vorgesehen.
Fachlich und organisatorisch verantwortet die Stiftung Fairchance das Programm. Gemeinsam mit dem Institut für Qualitätsentwicklung im Land Bremen (IQHB) soll dessen Wirkung untersucht werden, etwa bei Wortschatz, Satzbau und dem Erzählen von Geschichten. Auch Lehrkräfte, pädagogische Fachkräfte und Eltern sollen einbezogen werden. An Grundschulen in Bremerhaven arbeitet nach Angaben des dortigen Schuldezernenten bereits etwa ein Drittel mit „Mitsprache“.
Originalquelle
Senatspressestelle BremenKommentare
Ihre Meinung zu diesem Artikel. Beiträge erscheinen sofort; die Redaktion liest mit und entfernt, was gegen Recht oder Anstand verstößt.