Neue Klimastrategie: Niedersachsen öffnet Beteiligungsverfahren

Niedersachsen will sich besser gegen Hitze, Dürre und Hochwasser wappnen. Bis zum 28. Oktober können Bürger den Entwurf kommentieren.

Panorama 22. September 2026, 17:39 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Niedersachsen hat den Entwurf seiner Klimaanpassungsstrategie 2026 für die Beteiligung von Öffentlichkeit und Verbänden freigegeben. Bürgerinnen und Bürger können bis zum 28. Oktober 2026 Anregungen und Hinweise einreichen. Das Land will damit seine Vorsorge gegen Hitze, Trockenheit, Starkregen und Hochwasser weiterentwickeln.

Die Strategie schreibt das erstmals 2021 veröffentlichte Konzept fort. Untersucht werden nun 20 Handlungsfelder der Landespolitik und damit drei mehr als vor fünf Jahren. Als Gründe für die Überarbeitung nennt das Land unter anderem das Winterhochwasser 2023/24, das auch Achim traf, sowie Waldbrände, Hitzewellen, sinkende Grundwasserstände und Schäden durch Starkregen.

Wasser und Gesundheit

Ein Schwerpunkt liegt auf der Wasserversorgung. Geplant sind eine verbesserte Bewirtschaftung des Grundwassers, mehr Wasserrückhalt in der Landschaft und die Wiederherstellung von Auen und Mooren als natürliche Speicher. Niederschläge sollen so besser für trockene Zeiten zurückgehalten werden.

Im Gesundheitsbereich geht es vor allem um Schutzmaßnahmen während längerer Hitzeperioden. Dazu gehören Fortbildungen, Hilfen für Pflegeeinrichtungen und eine Beobachtung hitzebedingter Gesundheitsrisiken. Die Strategie berücksichtigt außerdem die Ausbreitung bestimmter Mücken- und Zeckenarten als mögliche Krankheitsüberträger.

Schutz vor Extremwetter

Für den Katastrophenschutz nennt der Entwurf spezialisierte Einheiten gegen Vegetationsbrände, mobile Hochwasserschutzsysteme, leistungsfähige Pumpen und Technik für die Trinkwassernotversorgung. Straßen, Schienenwege, Häfen und Wasserstraßen sollen ebenfalls widerstandsfähiger gegen Hitze, Überflutungen und Stürme werden.

Weitere Themen sind klimaangepasste Wälder, Landwirtschaft, Tourismus, Natur und Wirtschaft. Landkreise und kreisfreie Städte sollen nach dem Niedersächsischen Klimagesetz eigene Anpassungskonzepte erarbeiten. Zur finanziellen Unterstützung ist das mit Bundes- und Landesmitteln ausgestattete Programm KlikoNi im Umfang von 120 Millionen Euro vorgesehen.

Stellungnahmen bis Oktober

Der Entwurf und ein Formular stehen auf der Internetseite des Niedersächsischen Umweltministeriums bereit. Hinweise können über das Formular per E-Mail an Anpassungsstrategie@mu.niedersachsen.de geschickt werden.

Originalquelle

Stadt Achim

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