Muhlis Kenter zeigt das Leben türkischer Arbeiter in Westdeutschland

Eine Fotoausstellung in der Bremer Zentralbibliothek blickt auf Arbeit, Alltag und gesellschaftliche Teilhabe in den 1970er- und 1980er-Jahren.

Kultur 02. Oktober 2026, 08:49 Uhr 1 Min. Lesezeit 3 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Die Bremer Zentralbibliothek zeigt vom 5. Oktober bis 28. November 2026 Fotografien von Muhlis Kenter. Unter dem Titel „Es kommen Menschen“ dokumentiert die Ausstellung im Wall-Saal das Leben von Menschen aus der Türkei in Westdeutschland während der 1970er- und 1980er-Jahre.

Die Eröffnung findet am Montag, 5. Oktober, um 18 Uhr statt. Anlass der Schau ist auch der 65. Jahrestag des Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei Ende Oktober.

Arbeit und Alltag

Kenters Aufnahmen zeigen Arbeiterinnen und Arbeiter im Bergbau, in der Metallindustrie und in Textilfabriken. Die Bilder thematisieren körperlich belastende Tätigkeiten, schwierige Wohn- und Lebensbedingungen sowie soziale Unsicherheit. Daneben hielt der Fotograf Alltag und Freizeit fest.

Ein weiterer Teil widmet sich Bildungsprojekten für türkische Kinder und Jugendliche. Porträts rücken dabei einzelne Menschen und ihre Erfahrungen in den Mittelpunkt. Die Fotografien erzählen sowohl von Hindernissen als auch von Erfolgen, Integration und dem alltäglichen Zusammenleben.

Termine zum Begleitprogramm

Zur Ausstellung gehören zwei weitere Veranstaltungen. Am Dienstag, 13. Oktober, ist von 16 bis 19 Uhr eine Schreibwerkstatt geplant. Eine After-Work-Führung folgt am Dienstag, 10. November, von 17.30 bis 18.30 Uhr.

Die Schau greift Fragen nach Zugehörigkeit, Teilhabe und gesellschaftlichem Zusammenhalt auf. Die erste Generation der damals angeworbenen Arbeitskräfte ist inzwischen im Rentenalter. Teilweise gilt das bereits auch für deren Kinder.

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