Kultur

Muhlis Kenter zeigt den Alltag türkischer Arbeiter in Deutschland

Eine Bremer Ausstellung zeigt Muhlis Kenters Fotografien aus den 1970er und 1980er Jahren. Ein Begleitprogramm vertieft Themen wie Migration und Zugehörigkeit.

24. September 2026, 11:49 Uhr 1 Min. Lesezeit 5 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Die Stadtbibliothek Bremen widmet dem Fotografen Muhlis Kenter eine Ausstellung. Unter dem Titel „Es kommen Menschen“ sind Aufnahmen über das Leben von Menschen aus der Türkei in Westdeutschland zu sehen. Die Bilder entstanden in den 1970er und 1980er Jahren.

Die Ausstellung steht im Zusammenhang mit dem 65. Jahrestag des Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei Ende Oktober 2026. Viele der damals angeworbenen Arbeiterinnen und Arbeiter leben inzwischen im Ruhestand. Teilweise haben auch ihre Kinder bereits das Rentenalter erreicht.

Arbeit und Alltag

Kenter dokumentierte Beschäftigte im Bergbau, in der Metallindustrie und in Textilfabriken. Seine Fotografien zeigen körperlich belastende Arbeit, schwierige Wohn- und Lebensbedingungen sowie soziale Unsicherheit. Daneben hielt er Freizeit, Begegnungen und den Alltag der Menschen fest.

Weitere Bilder entstanden bei Bildungsprojekten für türkische Kinder und Jugendliche. Dort arbeitete Kenter mit Porträts. Die Aufnahmen erzählen von gesellschaftlicher Teilhabe, Integration und persönlichen Erfolgen, aber auch von Ausgrenzung und einem Leben außerhalb gesellschaftlicher Aufmerksamkeit.

Drei Begleittermine

Eröffnet wird die Ausstellung mit einer Vernissage am Montag, 5. Oktober, um 18 Uhr. Am Dienstag, 13. Oktober, folgt von 16 bis 19 Uhr eine Schreibwerkstatt. Eine After-Work-Führung ist für Dienstag, 10. November, von 17.30 bis 18.30 Uhr angekündigt.

Die Ausstellung greift damit auch gegenwärtige Debatten über Migration, Zugehörigkeit und Zusammenhalt auf. Hinzu kommen Fragen nach den Folgen einer alternden Gesellschaft und dem wachsenden Bedarf an Fach- und Arbeitskräften.

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