Fotos zeigen den Alltag türkischer Arbeitskräfte in Westdeutschland

Muhlis Kenters Aufnahmen aus den 1970er- und 1980er-Jahren sind bis zum 28. November in der Bremer Zentralbibliothek zu sehen.

Kultur 10. Oktober 2026, 08:50 Uhr 1 Min. Lesezeit 3 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Die Bremer Zentralbibliothek zeigt bis Sonnabend, 28. November 2026, Fotografien von Muhlis Kenter. Unter dem Titel „Es kommen Menschen“ dokumentiert die Ausstellung im Wall-Saal das Leben von Menschen aus der Türkei im Westdeutschland der 1970er- und 1980er-Jahre.

Die Schau fällt in das Jahr, in dem sich das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei Ende Oktober zum 65. Mal jährt. Viele Angehörige der ersten Generation der damals sogenannten Gastarbeiter sind inzwischen im Ruhestand. Teilweise haben auch ihre Kinder bereits das Rentenalter erreicht.

Arbeit und Alltag

Kenters Bilder zeigen Beschäftigte im Bergbau, in der Metallindustrie und in Textilfabriken. Neben körperlich belastender Arbeit nehmen sie schwierige Wohn- und Lebensbedingungen sowie soziale Unsicherheit in den Blick. Andere Aufnahmen widmen sich Freizeit, familiärem Alltag und dem Zusammenleben.

Der Fotograf begleitete zudem Bildungsprojekte für türkische Kinder und Jugendliche. Porträts aus diesem Umfeld ergänzen die Dokumentation. Insgesamt zeichnet die Ausstellung ein Bild von Migration, gesellschaftlicher Teilhabe und den Erfahrungen mehrerer Generationen.

Termine im Begleitprogramm

Am Dienstag, 13. Oktober, findet von 16 bis 19 Uhr eine Schreibwerkstatt statt. Eine After-Work-Führung ist für Dienstag, 10. November, von 17.30 bis 18.30 Uhr geplant.

Die Ausstellung läuft seit dem 5. Oktober. Die Öffnungszeiten des Wall-Saals wechseln während der Laufzeit. An einzelnen Tagen bleibt der Saal geschlossen oder ist nur verkürzt zugänglich. Am letzten Ausstellungstag, 28. November, ist ein Besuch von 10 bis 13 Uhr möglich.

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