Mehr als 1,5 Milliarden Euro für Bremerhavens Hafen

Bund und Bremen wollen Bremerhavens Hafen bis 2031 für militärische und zivile Zwecke ausbauen. Der Bund übernimmt den größten Teil der Kosten.

Panorama 03. November 2026, 08:54 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Mehr als 1,5 Milliarden Euro sollen bis 2031 in die Infrastruktur der bremischen Häfen fließen. Ziel ist es, Anlagen in Bremerhaven für militärische Transporte und die zivile Nutzung auszubauen. Vertreter des Bundes, des Bremer Senats und der Hafengesellschaft Bremenports wollen den Rahmenvertrag für das Vorhaben am Montagnachmittag unterzeichnen.

Das Projekt trägt den Namen „Deployment Hub Bremerhaven 2031“. Die Vertragsunterzeichnung ist auf dem Schulschiff „Deutschland“ in Bremerhaven vorgesehen.

Bund trägt Hauptanteil

Der Bund stellt rund 1,35 Milliarden Euro bereit. Bremen beteiligt sich mit mehr als 212 Millionen Euro. Grundlage ist eine Absichtserklärung, die Ende September unterzeichnet wurde.

Geplant sind unter anderem die Sanierung und Modernisierung der Containerkaje sowie der Ausbau des Verbindungskanals einschließlich der Drehbrücke. Hinzu kommen Arbeiten am Kaiserhafen und am Hafenbahnhof Speckenbüttel. Die Bauarbeiten sollen bis 2031 abgeschlossen werden.

Weitere Marineprojekte

Auch an anderen norddeutschen Hafenstandorten sind umfangreiche Investitionen vorgesehen. Deutschlands größter Marinestützpunkt in Wilhelmshaven soll für mehr als 1,6 Milliarden Euro erweitert werden.

In Emden ist zudem ein neuer Marinehafen geplant. Nach Angaben von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sollen dort zusätzliche Liegeplätze und Pierflächen entstehen. Bis zu 2.000 Dienstposten sind vorgesehen. Die Anlagen sollen Anfang der 2030er-Jahre einsatzbereit sein.

Nach Darstellung der SPD-Verteidigungsexpertin Siemtje Möller soll Emden Wilhelmshaven nicht als zweiter großer Marinestützpunkt Konkurrenz machen. Der zusätzliche Standort soll der Marine vielmehr Ausweichmöglichkeiten bieten.

Orte

Bremerhaven

Originalquelle

NDR Niedersachsen

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