Linke wirbt für Sommerstraßen in Bremen
Die Linksfraktion Bremen spricht sich für zeitweise autofreie Sommerstraßen aus. Ihr Vertreter Tim Sültenfuß sieht darin Chancen für Aufenthaltsqualität und Klimaanpassung.
Die Linksfraktion Bremen spricht sich für die Einführung von Sommerstraßen aus. In einer Stellungnahme für die Pro-und-Contra-Rubrik des Weser Reports wirbt Tim Sültenfuß für zeitweise anders genutzte Straßenräume.
Sommerstraßen könnten nach seiner Darstellung Anwohnern mehr Platz vor der eigenen Haustür geben. Genannt werden unter anderem Spielmöglichkeiten für Kinder, Aufenthaltsflächen, Picknicks, Inlineskaten, Flohmärkte und Veranstaltungen.
Weniger Verkehr, mehr Raum
Sültenfuß verbindet das Konzept mit einer Verringerung des Autoverkehrs und parkender Fahrzeuge. Dadurch könnten Lärm und Unfallrisiken sinken sowie die Luftqualität verbessert werden. Menschen sollten sich im öffentlichen Raum aufhalten können, ohne dafür etwas konsumieren zu müssen.
Die Linke sieht Sommerstraßen zudem als Baustein für die Anpassung an heißere Sommer. Nach Auffassung von Sültenfuß ist es dort kühler, wo keine Autos fahren oder abgestellt werden. Auch Gastronomie und Einzelhandel könnten von belebteren Quartieren profitieren.
Beteiligung als Voraussetzung
Entscheidend sei eine enge Einbindung der jeweiligen Nachbarschaft und der Beiräte, betont Sültenfuß. Sommerstraßen müssten vor allem von den Menschen vor Ort gewollt sein. Er verweist auf Erfahrungen aus anderen Städten, in denen solche Angebote nach seiner Aussage von vielen Menschen genutzt würden.
Die Stellungnahme ist Teil einer Debatte darüber, ob ein solches Modell auch in Bremen eingeführt werden soll. Konkrete Straßen, Zeiträume oder Beschlüsse nennt die Mitteilung nicht.
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