Bremen testet Schulstraßen an drei Grundschulen
Nach den Herbstferien sollen Straßen vor drei Bremer Grundschulen zu Bring- und Abholzeiten zeitweise für Autos gesperrt werden.
Nach den Herbstferien beginnt in Bremen ein einjähriger Modellversuch mit sogenannten Schulstraßen. Vor drei Grundschulen in Walle, Schwachhausen und Hemelingen sollen Straßen zu Beginn und Ende des Unterrichts zeitweise für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt werden.
Die Sperrungen sind jeweils in der Regel für 30 Minuten vorgesehen. Sie sollen Kindern, die zu Fuß, mit dem Roller oder Fahrrad zur Schule kommen, auf den letzten Metern einen geschützteren Weg ermöglichen. Die Gehwege müssen auch während der Sperrzeiten weiter benutzt werden.
Sperrung zu Schulzeiten
An den drei Standorten gilt bereits Tempo 30. Nun bereitet das Amt für Straßen und Verkehr die konkreten Umsetzungspläne vor. Diese sollen anschließend mit den Schulen, den zuständigen Ressorts und den Ortsämtern abgestimmt werden. Welche Straßen genau betroffen sein werden, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
Außerhalb der gesperrten Bereiche sind „Kiss & Ride“-Plätze geplant. Dort können Eltern ihre Kinder mit dem Auto aussteigen lassen. Damit soll verhindert werden, dass Fahrzeuge direkt bis vor die Schule fahren und dort unübersichtliche Situationen entstehen.
Auswertung nach einem Jahr
Der Versuch ist für das Schuljahr 2026/27 vorgesehen und wird vom Arbeitskreis „aber sicher – gemeinsam für ein verkehrssicheres Bremen“ begleitet. Beteiligt sind unter anderem Polizei, Feuerwehr sowie das Bildungs- und Mobilitätsressort.
Ausgewertet werden sollen sowohl die Wirkung der zeitweisen Sperrungen als auch die Nutzung der vorgesehenen Halteplätze. Falls der Hol- und Bringverkehr dadurch nicht ausreichend zurückgeht, will die Stadt weitere Schritte prüfen. Genannt werden etwa mobile Absperrgitter.
Ausgangspunkt des Projekts war ein Antrag der Beirätekonferenz aus dem September 2025. Die Initiative zielte darauf, die als problematisch beschriebene Bring- und Abholsituation an einzelnen Schulen sicherer und übersichtlicher zu gestalten.
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Senatspressestelle BremenKommentare
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