IW-Studie: Bremen profitiert stark vom Finanzausgleich

Bremen erhält laut einer IW-Studie rechnerisch 2.800 Euro je Einwohner. Bayern zählt dagegen zu den großen Geldgebern im Finanzausgleich.

Wirtschaft 14. Oktober 2026, 19:49 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Bremen profitiert im bundesweiten Vergleich besonders stark vom Länderfinanzausgleich. Nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) fließen rechnerisch 2.800 Euro je Einwohner in das Land. Damit weist Bremen den höchsten Pro-Kopf-Betrag aller Bundesländer auf.

Fast 30 Prozent der bremischen Einnahmen stammen der Untersuchung zufolge aus Mitteln des Bundes und der Geberländer. Das zeigt, wie stark der Haushalt des kleinsten Bundeslandes von Finanztransfers abhängt. Berlin folgt in der Auswertung auf Bremen.

Bayern trägt Milliardenlast

Auf der anderen Seite steht Bayern. Der wirtschaftsstarke Freistaat gehört zu den Ländern, die Milliardenbeträge in das Ausgleichssystem einzahlen. Die Studie stellt damit einen deutlichen Gegensatz zwischen der wirtschaftlichen Leistung eines Landes und seiner finanziellen Position nach der Umverteilung heraus.

Das IW bewertet die geltenden Regeln kritisch. Nach Einschätzung des Instituts führt wirtschaftliche Stärke für einzelne Bundesländer nicht zwangsläufig zu entsprechend höheren verfügbaren Einnahmen. Über den Finanzausgleich und zusätzliche Bundesmittel werden Unterschiede zwischen den Ländern verringert.

Hohe Abhängigkeit Bremens

Für Bremen unterstreichen die Zahlen die Bedeutung externer Finanzmittel für den Landeshaushalt. Die Untersuchung beschreibt allerdings eine rechnerische Verteilung. Sie bedeutet nicht, dass jeder Einwohner den genannten Betrag direkt erhält. Das Geld fließt vielmehr in die öffentlichen Haushalte und steht dort zur Finanzierung staatlicher Aufgaben zur Verfügung.

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Focus

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