Finanzausgleich: Bremen erhält pro Kopf am meisten
Eine IW-Studie sieht Bremen als größten Pro-Kopf-Empfänger im Finanzausgleich. Rechnerisch fließen 2.800 Euro je Einwohner ins Land.
Bremen profitiert nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) pro Einwohner stärker vom Finanzausgleich als jedes andere Bundesland. Rechnerisch erhält das Land 2.800 Euro je Einwohner. Fast 30 Prozent der bremischen Einnahmen stammen der Untersuchung zufolge vom Bund und aus Mitteln der Geberländer.
Damit liegt Bremen in der Auswertung vor Berlin, das den zweiten Platz unter den Empfängerländern belegt. Die Studie verdeutlicht zugleich, wie stark der Haushalt des kleinsten Bundeslandes von Finanztransfers abhängt.
Starke Länder zahlen
Auf der anderen Seite der Umverteilung steht Bayern. Obwohl der Freistaat zu den wirtschaftsstärksten Ländern Deutschlands zählt, gibt er über das Ausgleichssystem mehr Geld ab, als er daraus erhält. Insgesamt werden zwischen den Ländern und über Bundesmittel Milliardenbeträge neu verteilt.
Das IW bewertet die derzeitige Verteilung kritisch. Nach Einschätzung des Instituts führt eine hohe Wirtschaftskraft nicht automatisch dazu, dass einem Land entsprechend mehr öffentliche Einnahmen zur Verfügung stehen. Die Ausgleichsmechanismen sollen Unterschiede bei der Finanzkraft der Länder verringern.
Hohe Abhängigkeit
Für Bremen zeigt der Pro-Kopf-Vergleich die besondere Bedeutung externer Mittel. Der Anteil von knapp 30 Prozent umfasst nach den vorliegenden Angaben sowohl Zahlungen des Bundes als auch Gelder aus den finanzstärkeren Ländern. Konkrete Gesamtsummen für Bremen und die übrigen Empfängerländer gehen aus den verfügbaren Angaben nicht hervor.
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