IG Metall verschärft Warnstreiks vor Tarifrunde in Bremen
Mehr als 3.300 Beschäftigte streikten in Bremen. Vor der nächsten Tarifrunde folgen Arbeitsniederlegungen rund um Oldenburg.
Die IG Metall Küste weitet ihre Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie aus. Bis Dienstag beteiligten sich nach Angaben der Gewerkschaft knapp 5.000 Beschäftigte im Tarifgebiet Küste. Allein bei Mercedes-Benz und Lear in Bremen legten über mehrere Schichten hinweg mehr als 3.300 Menschen zeitweise die Arbeit nieder.
Weitere Aktionen sind am Mittwoch in Apen, Rastede und Varel vorgesehen. Damit will die Gewerkschaft vor der dritten Tarifrunde am Freitag, 6. November, in Bremen den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Verhandlungen betreffen rund 130.000 Beschäftigte in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und im nordwestlichen Niedersachsen.
Aktionen rund um Oldenburg
Bei August Brötje Raumheizsysteme an der August-Brötje-Straße 1 in Apen ist um 11.45 Uhr eine Kundgebung geplant. In Rastede sollen um 13 Uhr Beschäftigte von August Brötje und BDR Thermea Service an der August-Brötje-Straße 17 zusammenkommen. Zeitgleich ist eine Aktion bei Broetje-Automation, Am Autobahnkreuz 14, angekündigt.
Bei Airbus Aerostructures am Riesweg 151–155 in Varel sind Kundgebungen um 3 Uhr, 10.45 Uhr und 18 Uhr vorgesehen. Bereits in der Nacht zum Dienstag gab es laut IG Metall eine Arbeitsniederlegung bei Waskönig+Walter im Saterland. In Hamburg beteiligten sich mehr als 600 Beschäftigte an einer zentralen Kundgebung bei Blohm+Voss.
Fünf Prozent gefordert
Die IG Metall verlangt fünf Prozent mehr Entgelt sowie tarifliche Regelungen zur Sicherung von Arbeitsplätzen. Hinzu kommen Forderungen nach einer Gewinnbeteiligung erfolgreicher Unternehmen und einer stärkeren Berücksichtigung niedriger Entgeltgruppen, Auszubildender und dual Studierender.
Nordmetall hatte eine Einmalzahlung für Juli 2027 angeboten. Sie soll ein Prozent des durchschnittlichen tariflichen Jahresbudgets betragen und unter bestimmten Bedingungen angepasst werden können. Im Juli 2028 sollen die Tabellenentgelte um 1,3 Prozent steigen. Der Arbeitgeberverband fordert zugleich Spielraum zur Kostensenkung sowie Vereinbarungen zur Sicherung von Investitionen und Beschäftigung.
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