IG Metall kündigt Warnstreiks ab November an
Das Arbeitgeberangebot stößt bei der IG Metall Küste auf Ablehnung. Ab 1. November drohen Warnstreiks, die nächste Tarifrunde findet in Bremen statt.
In der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie stehen Warnstreiks bevor. Die IG Metall Küste hat das Angebot der Arbeitgeber nach der zweiten Verhandlungsrunde in Oldenburg zurückgewiesen. Arbeitsniederlegungen sind nach dem Ende der Friedenspflicht ab dem 1. November möglich.
Von den Tarifverhandlungen sind rund 130.000 Beschäftigte in Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und im nordwestlichen Niedersachsen betroffen. Die nächste Gesprächsrunde ist für den 6. November in Bremen vorgesehen.
Angebot zurückgewiesen
Die Arbeitgeber haben eine Einmalzahlung von 700 Euro zum 1. Juli 2027 vorgeschlagen. Zum 1. Juli 2028 sollen die Gehälter dem Angebot zufolge um 1,3 Prozent steigen.
Der Bezirksleiter und Verhandlungsführer der IG Metall Küste, Daniel Friedrich, bezeichnete die Offerte angesichts einer aktuellen Inflationsrate von 3,3 Prozent als unzureichend. Nach Auffassung der Gewerkschaft würde das Angebot zu einem Verlust an Kaufkraft führen und eine Einigung erschweren.
Fünf Prozent gefordert
Die IG Metall verlangt fünf Prozent mehr Geld. Die Forderung bezieht sich sowohl auf die Entgelte der Beschäftigten als auch auf die Vergütung der Auszubildenden. Nachdem die bisherigen Gespräche keine Annäherung gebracht haben, will die Gewerkschaft den Druck nun mit Aktionen in den Betrieben erhöhen.
Bis zum Ablauf der Friedenspflicht Ende Oktober sind Warnstreiks ausgeschlossen. Wo und in welchem Umfang Beschäftigte ab November zur Arbeitsniederlegung aufgerufen werden, geht aus der Ankündigung noch nicht hervor.
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