Högl wirbt bei Europol für stärkeren Kampf gegen Auftragsgewalt
Bremens Innensenatorin Eva Högl hat sich bei Europol in Den Haag über grenzüberschreitende Kriminalität und den Schutz junger Menschen ausgetauscht.
Bremens Innensenatorin Eva Högl hat am Montag die europäische Polizeibehörde Europol in Den Haag besucht. Bei den Gesprächen ging es um aktuelle Sicherheitsentwicklungen und die Zusammenarbeit europäischer Behörden gegen grenzüberschreitende Kriminalität.
Junge Menschen im Fokus
Ein Thema war „Violence as a Service“, also die Anwerbung von Menschen für Gewalttaten im Auftrag krimineller Organisationen. Nach Angaben des Innenressorts werden dabei besonders junge Menschen gezielt angesprochen und für solche Taten eingesetzt. Diskutiert wurde deshalb auch, wie Radikalisierung früh erkannt und verhindert werden kann.
Kriminelle Dienste
Außerdem befasste sich der Austausch mit „Crime as a Service“. Damit ist gemeint, dass staatliche oder staatlich gelenkte Akteure kleinere kriminelle Gruppen mit Straftaten beauftragen können. Solche Personen können dabei für hybride Einflussnahme eingesetzt werden. Auch der internationale Drogenhandel stand auf der Tagesordnung.
Högl betonte die Bedeutung eines engen Informationsaustauschs in Europa, insbesondere bei digitaler, organisierter und mutmaßlich fremdstaatlich gesteuerter Kriminalität. Europol unterstütze die Sicherheitsbehörden dabei mit seiner Erfahrung in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.
Europäische Kooperation
Im Zusammenhang mit dem Besuch würdigte Högl auch die Fachkenntnisse von Jürgen Ebner, dem Interims-Exekutivdirektor von Europol. Der Termin diente dem Austausch über die weitere Entwicklung der europäischen Polizeizusammenarbeit.
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Senatspressestelle BremenKommentare
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