Panorama

Högl fordert besseren Schutz von Häfen und Flughäfen vor Drohnen

Nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig haben Bremens Innensenatorin Högl und Niedersachsens Innenministerin Behrens in Cuxhaven über Sicherheitsstrukturen beraten.

13. August 2026, 02:00 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Eva Högl (Archivfoto)
Eva Högl (Archivfoto) | Foto: Mozamaniac / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig hat Bremens Innensenatorin Eva Högl einen Ausbau der Gefahrenanalyse und Drohnenabwehr gefordert. Bei einem Besuch des Maritimen Sicherheitszentrums in Cuxhaven verwies sie auf die Bedeutung der Häfen in Bremen und Bremerhaven für die europäische Sicherheit.

Högl und Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens nahmen während des Termins per Telefon an einer Sonderkonferenz der Innenminister teil. Thema war der Vorfall in Leipzig. Högl erklärte, eine Drohne mit Sprengstoff neben einem Flugzeug bedeute eine neue Stufe der Bedrohung. Sicherheitsvorkehrungen müssten daher nicht nur an Flughäfen, sondern auch an Häfen weiterentwickelt werden.

Gemeinsames Lagebild

Das Maritime Sicherheitszentrum bündelt die Zusammenarbeit des Bundes und der fünf Küstenländer Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Im Gemeinsamen Lagezentrum See arbeiten sieben Behörden rund um die Uhr zusammen, darunter Bundespolizei, Zoll und die Wasserschutzpolizeien der Länder. Sie beobachten den Schiffsverkehr entlang der deutschen Küste.

Behrens und Högl informierten sich auch über eine Analyseeinheit, die auffällige Schiffsbewegungen auswertet und mit Meldungen über Drohnensichtungen abgleicht. Die norddeutschen Innenressorts hatten im Juli 2025 beschlossen, diese Einheit dauerhaft einzurichten. Als Risiken gelten unter anderem mögliche Sabotage an Pipelines und Datenkabeln sowie Havarien von Schiffen der russischen Schattenflotte.

Bund in der Verantwortung

Behrens forderte eine stärkere koordinierende Rolle des Bundes bei der Abwehr von Drohnen. Niedersachsen baue eigene Fähigkeiten zur Erkennung und Abwehr auf. Bei möglichen hybriden Angriffen, also Angriffen mit unterschiedlichen Mitteln etwa aus der Luft und auf See, reichten die Möglichkeiten der Länderpolizeien allein jedoch nicht aus.

Beim Havariekommando erhielten beide Politikerinnen zudem Einblick in die Einsatzführung bei schweren Unglücken auf See, etwa bei Bränden an Bord oder Unfällen mit gefährlicher Ladung.

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