Panorama

Feuerwehrbereitschaft übt Chemieunfall und Deichschutz in Loxstedt

Die Kreisfeuerwehrbereitschaft Rotenburg-Nord hat in Loxstedt Szenarien von Industriebrand bis Hochwasserabwehr trainiert.

14. September 2026, 22:51 Uhr 1 Min. Lesezeit 1 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft
Feuerwehrbereitschaft übt Chemieunfall und Deichschutz in Loxstedt
Foto: Kreisfeuerwehr Rotenburg (Wümme)

Die Kreisfeuerwehrbereitschaft Rotenburg-Nord hat am 12. September in Loxstedt eine groß angelegte Einsatzübung absolviert. Auf dem Gelände von Emery Oleochemicals sowie am Luneschöpfwerk in Indiek trainierten die Kräfte Brandbekämpfung, technische Rettung und Hochwasserschutz.

Ausgangspunkt war ein angenommener schwerer Unwetterschaden in der Gemeinde Loxstedt. Im Übungsszenario waren die örtlichen Feuerwehren wegen umgestürzter Bäume, Stromausfällen, beschädigter Dächer und steigender Wasserstände bereits stark gebunden. Die Bereitschaft aus dem Landkreis Rotenburg sollte deshalb überörtliche Unterstützung leisten.

Deichschutz am Schöpfwerk

Am Luneschöpfwerk übernahm eine Sandsackfüllgruppe aus Minstedt und Kutenholz die simulierte Sicherung eines Deichabschnitts. Unter Leitung von Oberdeichgraf Hans-Otto Hancken wurde dabei auch eine neue Sandsackfüllmaschine des Landes Niedersachsen unter Einsatzbedingungen getestet. Mit den gefüllten Säcken bereiteten die Kräfte Sicherungsmaßnahmen am Schöpfwerk vor.

Mehrere Lagen im Chemiebetrieb

Auf dem Betriebsgelände wurde ein Feuer in einer Veresterungsanlage angenommen. Vier Menschen galten als vermisst, zwei davon sollten in einem Aufzug eingeschlossen sein. Die Einsatzkräfte übten die Menschenrettung, die Brandbekämpfung und den Aufbau einer Wasserversorgung mit Tanklöschfahrzeugen. Wegen einer simulierten Rauchwolke Richtung Loxstedt-Nordfelde gehörten auch die Bewertung der Ausbreitung sowie mögliche Warn- und Messmaßnahmen zur Lage.

Ein weiteres Szenario betraf den Ausfall der Kühlung eines Chemikalienbehälters. Um ein mögliches Bersten zu verhindern, mussten die Feuerwehrleute Informationen zu Anlage und Stoffen einholen, Sicherheitsabstände beachten und den Behälter mit Wasser kühlen. Parallel trainierte der Zug Technische Hilfeleistung die Rettung von drei eingeklemmten Personen, darunter nach einem Arbeitsunfall und einem Verkehrsunfall auf dem Werksgelände.

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