Getötete Mutter in Kattenturm: Anklage fordert lebenslange Haft
Im Prozess gegen den früheren Partner einer getöteten 30-Jährigen liegen die Plädoyers vor. Die Verteidigung verlangt einen Freispruch.
Im Prozess um die tödliche Messerattacke auf eine dreifache Mutter in Bremen-Kattenturm hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für den angeklagten Ex-Partner gefordert. Zudem soll das Landgericht die besondere Schwere der Schuld feststellen. Die Nebenklage unterstützte diesen Antrag nach Angaben eines Gerichtssprechers.
Die Verteidigung bestreitet dagegen, dass der 32-Jährige die Tat begangen hat. Sie beantragte in ihrem Plädoyer einen Freispruch. Hilfsweise forderte sie eine Verurteilung wegen Totschlags. Das Urteil soll am Mittwoch verkündet werden.
Angreifer war vermummt
Die 30-Jährige war im Oktober 2025 mit ihrem zwölfjährigen Sohn und ihrer zweijährigen Tochter auf dem Weg zu einem Spielplatz in Kattenturm. Dort griff ein vermummter Mann sie mit einem Messer an. Die Frau erlitt tödliche Verletzungen und starb noch am Tatort. Beide Kinder mussten den Angriff miterleben.
Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft soll der frühere Partner der Frau hinter der Vermummung gesteckt und auf sie eingestochen haben. Die Verteidigung hält die Täterschaft ihres Mandanten hingegen nicht für erwiesen.
Streit um Sorgerecht
Nach Angaben des Gerichts hatte es vor der Tat einen Konflikt um das Sorgerecht für die gemeinsame zweijährige Tochter gegeben. Seit April beschäftigt sich das Landgericht Bremen mit dem Fall. Mit den gegensätzlichen Schlussanträgen von Anklage und Verteidigung steht das Verfahren nun kurz vor dem Abschluss.
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