Fotografien zeigen das Leben türkischer Arbeitskräfte

Muhlis Kenters Bilder aus den 1970er- und 1980er-Jahren sind bis Ende November in der Bremer Zentralbibliothek zu sehen.

Kultur 18. Oktober 2026, 08:48 Uhr 1 Min. Lesezeit 4 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Die Bremer Zentralbibliothek zeigt bis Sonnabend, 28. November 2026, Fotografien von Muhlis Kenter. Die Ausstellung „Es kommen Menschen“ im Wall-Saal dokumentiert Arbeit, Alltag und Freizeit von Menschen aus der Türkei in Westdeutschland während der 1970er- und 1980er-Jahre.

Zu sehen sind Aufnahmen aus dem Bergbau, der Metallindustrie und aus Textilfabriken. Kenter hielt neben körperlich belastender Arbeit auch schwierige Wohn- und Lebensbedingungen sowie soziale Unsicherheit fest. Weitere Bilder entstanden bei Bildungsprojekten für türkische Kinder und Jugendliche. Dabei bilden Porträts einen Schwerpunkt.

65 Jahre Anwerbeabkommen

Anlass der Ausstellung ist der 65. Jahrestag des Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei Ende Oktober. Viele Angehörige der ersten Generation der damals als „Gastarbeiter“ bezeichneten Beschäftigten sind inzwischen im Ruhestand. Teilweise haben auch ihre Kinder bereits das Rentenalter erreicht.

Die Fotografien richten den Blick sowohl auf Ausgrenzung und Belastungen als auch auf Bildungswege, gesellschaftliche Teilhabe und das alltägliche Zusammenleben. Damit greift die Schau Fragen nach Zugehörigkeit und Integration auf.

Führung im November

Eine After-Work-Führung ist für Dienstag, 10. November, von 17.30 bis 18.30 Uhr vorgesehen. Die Ausstellung läuft bereits seit dem 5. Oktober. Die täglichen Besuchszeiten wechseln. An mehreren Tagen im November bleibt der Wall-Saal geschlossen, darunter am 2., 6., 13., 14. und 20. November. Am letzten Ausstellungstag ist die Schau von 10 bis 13 Uhr geöffnet.

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