Bremer Flughafen: Strukturelles Defizit von mehr als 13 Millionen Euro
Der Bremer Flughafen soll jährlich ein strukturelles Defizit von mehr als 13 Millionen Euro haben. Laut einem Bericht steht damit auch die wirtschaftliche Zukunft des Standorts zur Debatte.
Der Flughafen Bremen steht nach einem Bericht vor erheblichen finanziellen Problemen. Nach Informationen von Radio Bremen liegt das strukturelle Defizit bei mehr als 13 Millionen Euro pro Jahr. Dem Bericht zufolge wird auch eine mögliche Insolvenz als Risiko genannt.
Ein strukturelles Defizit bedeutet, dass die laufenden Einnahmen dauerhaft nicht ausreichen, um die regelmäßigen Ausgaben zu decken. Damit geht es nicht allein um einen vorübergehenden Verlust in einem einzelnen Geschäftsjahr.
Langfristige Perspektive gefordert
Die wirtschaftliche Lage des Airports war bereits zuvor Gegenstand politischer Kritik. Die Bremer FDP hatte vom Senat eine langfristige Strategie für den Flughafen verlangt. Bundesinvestitionen in Rollbahnen und Abstellflächen könnten zwar die Infrastruktur verbessern, lösten nach Auffassung der Fraktion aber nicht die grundlegenden Probleme des zivilen Flugbetriebs.
Auch die CDU-Fraktion hatte Aufklärung über die Finanzlage gefordert und den Senat in der Verantwortung gesehen. Konkrete Angaben dazu, wie das jährliche Defizit nun ausgeglichen werden soll oder welche Maßnahmen gegen eine Insolvenz vorbereitet werden, gehen aus den vorliegenden Informationen nicht hervor.
Finanzierung im Fokus
Für den Flughafen ist die Frage entscheidend, ob es eine dauerhaft tragfähige Finanzierung für Betrieb und Infrastruktur gibt. Der aktuelle Bericht verschärft den Druck, diese Perspektive zu klären.
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