FDP fordert digitales System für Bremens Ferienbetreuung
Die FDP-Fraktion verlangt flexiblere Ferien- und Randzeitenbetreuung. Freie Plätze sollen digital und kurzfristig sichtbar werden.
Die FDP-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft fordert ein flexibleres System für die Ferienbetreuung von Kindern. Eltern sollten freie Plätze auch kurzfristig über ein digitales Portal finden und buchen können. Nach Ansicht der Fraktion reichen die bisherigen Anmeldeverfahren nicht aus, um berufstätigen Familien verlässlich zu helfen.
Derzeit müssten Eltern bei KiTa Bremen und an Ganztagsgrundschulen die Ferienbetreuung für das gesamte Kalenderjahr bis zum 31. Januar anmelden, erklärt die FDP. Übersteige die Nachfrage das Angebot, werde über Plätze gelost. Für später frei werdende Kapazitäten gebe es kein zentrales, laufend aktualisiertes System.
Plätze digital sichtbar machen
Die Fraktion schlägt vor, das bestehende Bremer Kita-Portal um Ferienbetreuung und Betreuungszeiten am frühen Morgen sowie am Nachmittag zu erweitern. Vorbilder seien digitale Vergabesysteme in anderen Städten und Kommunen. Damit könnten Eltern freie Restplätze tagesaktuell einsehen, wenn sich ihre Arbeits- oder Betreuungssituation ändere.
Die FDP verweist zudem auf den ab dem Schuljahr 2026/27 schrittweise geltenden Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Zunächst betrifft er Erstklässler und umfasst nach den gesetzlichen Vorgaben auch Ferienzeiten, abgesehen von höchstens vier Wochen Schließzeit. Die weiteren Jahrgänge sollen bis zum Schuljahr 2029/30 folgen.
Lücken bei Ganztag und Randzeiten
Nach Auffassung der FDP bleiben dennoch Versorgungslücken: Kinder an verlässlichen Grundschulen ohne Ganztagsangebot seien nicht erfasst, zudem fehlten Kapazitäten. Die Fraktion kritisiert auch geringe Angebote vor 8 Uhr und nach 16 Uhr. Sie regt an, in den Ferien Kinder mehrerer Schulen an einzelnen Standorten zusammenzufassen. Das solle längere und verlässlichere Öffnungszeiten ermöglichen.
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