Deepfakes über Oldenburger Schülerkonten verschickt

Über E-Mail-Konten Oldenburger Schulen wurden manipulierte Bilder, Drohungen und Aufrufe zur Selbstverletzung verbreitet. Die Polizei wertet digitale Spuren aus.

Polizei 22. September 2026, 12:53 Uhr 1 Min. Lesezeit 2 Aufrufe KI-generiert nicht redaktionell geprüft

Über einen oder mehrere Schüleraccounts Oldenburger Schulen sind in den vergangenen Tagen zahlreiche E-Mails mit möglicherweise strafbaren Inhalten verschickt worden. Die Polizei ermittelt zur Urheberschaft und prüft, ob Unbekannte die betroffenen Konten übernommen haben.

Ein Teil der Nachrichten enthielt sogenannte Deepfakes. Dabei handelt es sich um digital manipulierte Darstellungen, in diesem Fall von Kindern und Jugendlichen. Nach einer ersten Einschätzung könnten einzelne Bilder als kinder- oder jugendpornografische Inhalte strafrechtlich relevant sein. Zudem wurden teilweise Gewaltandrohungen und Aufforderungen zur Selbstverletzung versandt.

Digitale Spuren gesichert

Die Ermittler arbeiten nach eigenen Angaben eng mit den betroffenen Schulen zusammen. Erste digitale Spuren seien bereits gesichert worden und würden nun ausgewertet. Noch unklar ist, wer die Nachrichten verschickt hat und ob sich die Verantwortlichen unberechtigt Zugang zu den Schülerkonten verschafften.

Die Polizei rät, Zugangsdaten für schulische E-Mail-Konten und andere digitale Dienste nicht weiterzugeben. Für unterschiedliche Angebote sollten jeweils eigene Passwörter verwendet werden. Wenn verfügbar, sollte außerdem eine Zwei-Faktor-Authentifizierung eingerichtet werden. Wer einen unbefugten Zugriff vermutet, sollte sofort das Passwort ändern und die Schule oder die zuständige Administration informieren.

Inhalte nicht weiterleiten

Empfänger möglicherweise strafbarer Bilder oder Videos sollen die Dateien weder herunterladen noch teilen oder weiterleiten. Die Nachricht sollte zunächst nicht gelöscht werden, weil darin enthaltene Daten für die Ermittlungen wichtig sein können.

Betroffene Kinder und Jugendliche sollten sich an ihre Eltern, eine Vertrauensperson in der Schule oder die Polizei wenden. Eltern empfiehlt die Polizei, mit ihren Kindern über den Umgang mit manipulierten Aufnahmen und mögliche Folgen einer Verbreitung zu sprechen. Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an.

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