Deepfake-Nachrichten an Oldenburger Schulen: Jugendlicher gesteht
Die Polizei hat einen Jugendlichen als Tatverdächtigen ermittelt. Er soll manipulierte Bilder und weitere gefährdende Inhalte verschickt haben.
Nach dem Versand mutmaßlich strafbarer Nachrichten an Oldenburger Schulen hat die Polizei einen tatverdächtigen Jugendlichen ermittelt. Nach Angaben der Ermittler räumte er die ihm vorgeworfenen Taten ein. Weitere Angaben zu seiner Person macht die Polizei wegen seines Alters nicht.
Manipulierte Bilder verbreitet
In den vergangenen Tagen waren über einen oder mehrere E-Mail-Konten von Schülern zahlreiche Nachrichten verbreitet worden. Jugendliche erhielten unter anderem sogenannte Deepfakes. Das sind Bilder oder andere Darstellungen, die mit digitalen Mitteln verändert oder künstlich erzeugt wurden.
Auf den manipulierten Bildern waren Kinder und Jugendliche zu sehen. Nach einer ersten Einschätzung der Polizei könnten einzelne Darstellungen strafrechtlich als kinder- oder jugendpornografische Inhalte relevant sein. Die verschickten Nachrichten enthielten außerdem Drohungen und Aufrufe zur Selbstverletzung.
Ermittlungen noch nicht beendet
Die Polizei hatte zunächst geprüft, ob Unbekannte die betroffenen Schülerkonten übernommen hatten. Digitale Spuren sollten Aufschluss über die Urheberschaft und den genauen Ablauf geben. Welche konkreten Handlungen dem nun ermittelten Jugendlichen zugerechnet werden, teilten die Behörden nicht im Einzelnen mit.
Das Geständnis beendet das Verfahren nicht. Die strafrechtliche Bewertung und weitere Aufklärung liegen bei der Schwerpunktstaatsanwaltschaft Aurich. Dort werden Verfahren zu gewaltdarstellenden, pornografischen und anderen jugendgefährdenden Inhalten gebündelt. Ob und welche Anklage erhoben wird, ist bislang offen.
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presseportal.de (recherchiert)Kommentare
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